Archive for April 2014

Die klassischen Laufevents werden ja meist in Runden ausgetragen. Man läuft 5, 10, 21, oder gar 42 Kilometer und kommt doch IMG_7590-w1200wieder dort an, wo man einst losgelaufen ist. Gut, man sagt, die Strecke ist egal, der Weg ist das Ziel, aber unsinnig ist das ja schon so ein bisschen.

Aus technischen und organisatorischen Gründen ist das in vielen Fällen aber auch gar nicht anders realisierbar.

Privat reizen mich die One-Way-Strecken aber mehr. Das macht schon etwas her, wenn man behaupten kann, man ist von München nach Starnberg, oder nach Freising bzw. zum Flughafen gelaufen. Ich finde das hat Charme.

Auf meiner Suche nach geeigneten One-Way-Laufstecken bin ich auf eine interessante Laufveranstaltung gestoßen.

den 3. Schliersee Lauf & Walk

am 25.Mai 2014,

Seit diesem Jahr heißt der Lauf offiziell Sixtus-Lauf, aber das wird der Veranstaltung keinen Abbruch tun, es ist nur etwas verwirrend, da man hinter diesem Namen nicht unbedingt einen schönen Landschaftslauf vermutet.

Im ersten Moment mag man meinen, Schliersee Lauf, klar, da läuft man halt um den See rum, aber falsch, der Sixtus-Lauf hat mehr zu bieten,  denn der Schliersee ist gar nicht so groß. Nach gut 7,5 km ist man da schon wieder rum, bei einem Halbmarathon müsste man da gleich 3mal rum laufen.

IMG_7487-w1200Die Veranstalter haben den Start einfach nach Bayrischzell verlegt. Von dort geht es auf unversiegelten Wegen durch die herrliche Landschaft des Schlierachtal nach Schliersee. Da das Gelände in Bayern nicht ganz flach ist, liegen da auch noch ein paar Höhenmeter rum. Drum lautet die Wertungsklasse für den Halbmarathon dann auch „21,1km KSK Miesbach-Tegernsee Trailrun“. Aber ich denke das mit dem „Trailrunning“ wird sich in Grenzen halten, schließlich starten auf der gleichen Strecke auch die Walker.

Neben der 21km One-Way-Strecke gibt es auch eine 10km und eine 7,5km Runde um den Schliersee.

Bereits am Samstag wird um 9:00 Uhr auf der Halbmarathon Strecke der kulinarische Erlebniswalk angeboten. Während der geführten Wanderung werden entlang der Strecke Schmankerl aus der Region angeboten. Die Verköstigung ist beim kulinarischen Erlebniswalks im Startgeld enthalten.IMG_0449-w1200

Apropos Startgeld. Der Spaß ist nicht ganz billig, wer sich  noch bis 30.4 anmeldet spart jedoch 5 €. Ab Mai kostet der 21,1km Trailrun dann 40€. Aber dafür gibt es dann auch ein Funktionsshirt (die ersten 1000), Chip-Zeitnahme, Streckenverpflegung, Duschen und einen Shuttleservice mit der BOB nach Bayrischzell.

Da ich momentan auf Landschaftsläufe stehe, werde ich mir diesen Lauf nicht entgehen lassen. Ich werde berichten…

Spartan(85)Es gibt ja wenig Laufevents im Olympiapark, bei denen ich nicht teilnehme. Aber bei diesem Event am Wochenende habe ich gekniffen. Laufen stand da auch gar nicht so sehr im Fokus.

Am Wochenende war das Reebok Spartan Race zu Gast im Münchner Olympia Park. Das Spartan Race, ist ein Hindernis-Rennen, vergleichbar mit dem Strongmanrun, wobei aber das Spartan Race, die weltweit größte Hindernis-Laufserie ist. 2014 werden bei weltweit 70 Rennen mit bis zu einer Millionen Teilnehmern gerechnet. Im Olympiapark  feierte nun die Serie, die ursprünglich aus den USA kommt,  seine Deutschland Premiere, und sorgte bei  vielen unbeteiligten Parkbesuchern für anhaltendes Kopfschütteln.

Wenn man nicht vom „Obstacle-Race-Virus“ befallen ist, fällt es schon schwer nachzuvollziehen, SpartanSuper(77)weshalb man sich diese Strapazen freiwillig antun sollte. Da hat man vor 20 Jahren erfolgreich den Militärdienst verweigert, um unter anderem, solchen Schindereien zu entgehen,  und dann klettert man freiwillig zur Freizeitbeschäftigung über Bretterwände, robbt unter Stacheldraht hindurch und wadet im April bis zur Brust durch den Olympiasee.

Und  das soll Spaß machen?

Die 4.000 Spartaner wurden ab 9:00 Uhr alle 15 Minuten in Gruppen von ca. 200 Teilnehmern auf die 7km bzw. 14km lange Strecke geschickt, nicht ohne Sie vor dem Start mit dem Kampfschrei „ARRROOOO, ARRROOOO“ gehörig einzupeitschen und an den Teamspirit zu apellieren, denn es gilt die Hindernisse aus eigener Kraft oder mit Hilfe eines anderen Spartaners zu bezwingen, Hilfe von außen ist nicht erlaubt. In den Startbereich kam nur, wer nach Kontrolle der Startnummer die erste Bretterwand überwunden hatte. Ich wäre schon an dieser ersten Hürde gescheitert. Äußerst erstaunt war ich, daß zu den Spartanern auch sehr viele Kriegerinnen zählten. Das muss also ein Spaß für Männlein und Weiblein sein.

Spartan(300)Spartan(288)

 

 

 

 

 

 

 

Den strahlenden Finisher Gesichtern im Ziel nach zu urteilen, müssen auf der Strecke irgendwo Drogen verteilt worden sein, anders kann ich mir das debile Grinsen auf den Matsch verschmierten Gesichtern kaum erklären.

Also zog ich mit meiner Kamera los um Beweismittel zu sichern.

Aber sehet selbst:

Galerie Sprint  Spartan(279)

 

 

Galerie Super  SpartanSuper(50)

Fazit: Das mit dem Glück ist schon eine komische Sache, je stärker man im Vorfeld gelitten hat, um so glücklicher ist man, wenn es überstanden ist. Und wenn man das dann auch noch freiwillig macht, ist das ein großer Spaß.

–Irgendwie verrückt –

Ich gehe jetzt in den Keller und haue mir mit dem Hammer auf den Daumen und freue mich  wenn der Schmerz nachläßt.

Auf der anderen Seite kann ein Nichtläufer auch nicht nachvollziehen, was daran toll sein soll, wenn man freiwillig 30 km von München nach Starnberg läuft.

– Jedem das seine, oder? –

Das Spartan Race aus Sicht des „Elite Teams“ gibt es  bei Balla-Balla.org zu lesen