-15-16-23- Kilometerschrubben

Dienstag, März 1, 2011

Nachdem ich im Februar, arbeitsbedingt, lauftechnisch nicht viel zuwege gebracht habe, besteht bei mir momentan der Wunsch nach längeren Einheiten. Nach meinem Höhentraining mit lächerlichen 8 km, sollte es am Mittwoch Mittag wenigstens mal wieder über 15km gehen. Ich nutzte das schöne Wetter, und verlängerte die Mittagspause und bin entlang des Moosacher Rangierbahnhofes und einer weiteren Schleife durch den Allacher Forst 15 km gelaufen. Die Strecke mag ich sehr gerne, hört sich jetzt nicht so spektakulär an, „Rangierbahnhof“, aber entlang dieses weitläufigen Geländes zieht sich ein langer Grünstreifen, der sehr abwechslungsreich ist, und mit einigen  Anstiegen durchaus für Läufer eine Herausforderung sein kann. Wem die Schotterwege zu langweilig sind, kann sich auch auf schmalen verschlungen Pfaden durchs Unterholz schlagen, da hat es dann weniger Steigungen, aber als City-Trail taugt das allemal.

Ich versuche meine längeren Distanzen frei nach Hal Higdon auf dem letzten Drittel schneller zu laufen, und so bekam ich sogar auf die letzen zwei Kilometer eine Pace von 5 min zustande (bei sonst durchschnittlich 5:28 min/km).  -Lag wohl am Wetter, das mir zusätzlich Flügel verlieh-.

Freitag Abend wollte ich den Lauf wiederholen und die gleiche Strecke (in den Sonnenuntergang hinein) nochmals laufen. Allerdings kam mir dann doch noch ein „Last-Minute-Call“ dazwischen, sodaß die Dämmerung  schon sehr fortgeschritten war als ich endlich los kam.

Bis ich zum Allacher Forst kam war es dann auch schon finster. Meine Stirnlampe, war leider keine große Hilfe.  Damit war wohl eine minderjährige Hobby-Höhlenforscherin zuletzt auf einer ausgedehnten Expedition…-Ich muss mein Zeug einfach besser verstecken-

Wenn ich mir mal was vorgenommen habe, dann kann mich davon eigentlich auch nix mehr abbringen, also bin ich einfach die Runde durch den Wald im Dunklen gelaufen. Und es war sehr dunkel. Da ich im Finstern eine Abzweigung verpasst habe waren es dann schließlich 16 km in durchschnittlich 5:36 min/km.

Da mir nach den zwei längeren Einheiten nichts weh tat , plante ich für Sonntag eine noch längere Runde. Sonntag Nachmittag wollte ich eine neue Streckenvariante ausprobieren. Es ging zunächst auf meiner Nymphenburg – OlyPark- Runde (siehe Askese) bis in den westlichsten Teil des Schlossparks wo ich dann in westlicher Richtung zum Schloss Blutenburg abbog. Entlang des Würmkanals ging es dann bis Pasing, von dort ein Schlenker um das malerisch gelegene Schloss Blutenburg und zurück Richtung Nymphenburger Park. Auf dem Rückweg wurde ich dann jedoch von einem heftigen Regenguss überrascht. Wobei, eine Überraschung war es nicht wirklich, ich hatte nur die tiefschwarzen Regenwolken strickt ignoriert, und war fest der Überzeugung – das hält!-.  An einer Bahnunterführung habe ich dann kurz halt gemacht bis sich der Regenvorhang etwas lichtete.

Weiter ging es dann (auf ziemlich wackligen Beinen) auf der üblichen Runde um den südlichen Schlosspark, zum Nymphenburger Kanal, und von dort in den Olympiapark und wieder nach Hause. Da ich bei meinem „Regenstopp“ die Stoppuhr angehalten hatte, und beim Loslaufen vergessen hatte wieder zu starten, ist meine Zeitnahme und Distanzaufzeichnung etwas ungenau. Aber auf ca. 23 km in 2:12 bei einer durchschnittlichen Pace von 5:36 habe ich es dann doch auch gebracht. Allerdings kann ich nicht behaupten, dass ich das letzte Drittel wie geplant schneller gelaufen wäre, im letzten Abschnitt bin ich dann doch etwas eingebrochen und bin zum Teil nur 6:00 min/km gelaufen. Wenigstens den letzten km konnte ich trotz brennender Sohlen mit 4:55 abschließen. Aber ich habe gemerkt, für meinen geplanten Marathon(sub 4h) im Herbst habe ich noch einen laaaaangen Weg vor mir…

8 Comments

  1. Pierle sagt:

    *lach* die Geschichte mit den Hobby-Höhlenforschern hab ich auch schon durch. Deswegen hat das Christkind mir dann eine „eigene“ Lampe gebracht und die Höhlenfoscher können „ihre“ Lampe behalten 😉

    LG
    Carsten

    1. timekiller sagt:

      Stimmt, ist ja bald Ostern…

  2. sarahemily sagt:

    Hach, wäre das schön, wenn ich das Nichtladen meines Garmins mal auf einen Hobby-Kartographen (oder so) schieben könnte. 😉

    Die Rangierbahnhof-Strecke klingt interessant. Vielleicht setz ich die auch mal auf meine Nachlaufliste.

    1. timekiller sagt:

      Ganz schlimm sind auch die Hobby Karaoke-Sängerinnen, die den MP3-Player leer hören…

      Bzgl. Rangierbahnhof mache ich mal ein paar Bilder, wenn das Wetter etwas freundlicher wird. Eigentlich wollte ich ja meine Lieblingsstrecken auch explizit all mal vorstellen, aber bisher fehlte da die Zeit. Naja, was nicht ist kann ja noch werden.

  3. Chris sagt:

    Du bist ja auch noch früh dran, wenn du im Herbst einen MT laufen willst. 2:12 sind ja schon eine ganze Menge. Wenn du mal 2:30 regelmässig laufen kannst, schaffst du auch 3:00.

    1. timekiller sagt:

      🙂 Naja, 3:00 könnte ich schon irgendwie laufen, aber bei meinem Tempo bin ich ja für den MT noch ne Stunder länger unterwegs 🙂

  4. Supermario72 sagt:

    ;-D Zum Glück sind meine 2 minderjährigen Höhlenforscher noch zu klein, um dem Papa was wegzunehmen. Noch reicht das obere Schrankabteil!

    Die Strecke am Moosacher Rangierbahnhof kenne ich nur zu gut. War auch mal meine „Hausstrecke“. Habe damals in der Donauwörther Str. 11 gewohnt. 🙂 Aber das war auch schon wieder vor 18 Jahren! Wahnsinn!

    Marathon in sub4h wird mit Sicherheit hart, aber sollte machbar sein, wenn Du so weiterarbeitest! Alles Gute!

    Grüße aus Köln!
    Mario

    1. timekiller sagt:

      Na dann bist du ja fast ein ex Nachbar 🙂

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