Ampeln

Sonntag, März 6, 2011

Ampeln sind eine durchaus praktische und sinnvolle Erfindung. Im normalen Straßenverkehr sind die Dinger nicht wegzudenken.

Für den Läufer sind Ampeln mal eine willkommene Gelegenheit um etwas auszuruhen, mal sind sie aber störende Hindernisse, die einen guten Laufrhythmus unterbrechen.

Als Stadtläufer muss man mit diesen Dingern leben, da hilft nix.

Da ich gerne Rundkurse laufe, versuche ich „Hin und Zurück“ Abschnitte zu vermeiden auf meiner momentanen Lieblingsstrecke entlang des Moosacher Rangierbahnhofes, habe ich auf dem Rückweg bei ca. km 11, 12.5  und 14 jeweils eine Ampel. Über die erste kann ich meist drüberhuschen, da ist nicht viel los, bzw. ist die Ampel aus.  Aber bei den anderen zwei Ampeln geht das nicht. Da ich die Ampeln schon etwas im vorraus sehe, drossle ich entweder das Tempo oder gebe so richtig Gas, damit ich noch bei „Grün“ drüber komme. Jetzt klappt das allerdings nicht immer und ich muss bei „Rot“ warten. Besonders doof ist das wenn man gerade einen Ampelsprint hingelegt hat, dann aber doch zu spät dran ist.

So, und was mache ich jetzt an der Ampel?

Albern rumhoppeln, damit der Puls nicht runter geht?

-Ne, das ist eigentlich nicht mein Ding, das sieht total behämmert aus und  hat sowas „Wichtigtuerisches“-  Allerdings, wenn‘s dann weitergeht sind die Beine so wackelig, dass man die nächsten 100 Meter wie auf Eiern läuft. Ein ähnliches Gefühl hat man wenn man beim Triathlon vom Rad auf die Laufstrecke geht. Im Tri-Bereich trainiert man sogar diesen Übergang mit dem sogenannten Koppel-Training.

Frage in die Runde, wie haltet Ihr das mit den Ampeln? Rumhampeln oder lieber wackenln?

22 Comments

  1. ultraistgut sagt:

    Aha, die Ampeln, in meinem früheren Leben gab es auf meinen Laufstrecken ebenfalls viele Ampeln – leider, aber das Herumgehampel finde ich ätzend, da kann selbst ich als Läuferin nicht hin sehen.

    Stattdessen bin ich brav stehen geblieben und habe geduldig gewartet, bis ich wieder starten durfte, dann natürlich im Tribünen-Schritt über die Kreuzung, damit die gelangweilten, in der Nase bohrenden Autofahrer auch etwas davon hatten.

    Bei uns gibt es keine, ich kann non-stop laufen, muss nicht Hampeln, muss nicht warten…..hat auch was ! 😉

    1. timekiller sagt:

      Ja, 🙂 an meinem Tribünen-Schritt muss ich noch etwas feilen, das hat eher was von „Storch im Salat“…

  2. Da freue ich mich aber, dass ich in der tiefsten Provinz wohne und in nullkommanix auf den besten Laufstrecken unterwegs sein kann. Meinen Senf muss ich trotzdem dazu abgeben. Nämlich bei deiner Feststellung mit dem Rumhoppeln. Tut mir leid, aber das tut mir nicht nur in den Augen weh, wenn ich so etwas sehe.
    Frage: Wie wärs mit etwas dehnen? Tun wir doch alle viel zu selten, oder? Schaut recht passabel aus und ist zudem sehr nützlich. Überhaupt wenn man bereits einige Zeit unterwegs ist!

    1. timekiller sagt:

      Ja, dehnen wäre eine Alternative, dann aber ganz unauffällig…

  3. Sinusläufer sagt:

    Schön beschrieben! Wenn ich an der Ampel stehen muß dann wechsle ich zum „Normalbürger“ und stehe einfach. Gegebenenfalls schau ich mal wichtig auf den Forerunner wenn der nasenborende Blick zu aufdringlich wird.

    1. timekiller sagt:

      Ja, die Taktik habe ich bisher auch angewendet

  4. Christian sagt:

    Da hiflt nur Ampelphasen auswendig lernen, um frühzeitig Tempo rauszunehmen oder zu beschleunigen, um die Rotphasen zu vermeiden. Hat bei mir auf meiner früheren Strecke ganz gut geklappt.
    Heute komme ich zum Glück auch ohne Ampeln aus.

    1. -timekiller- sagt:

      ja, das stimmt schon, wenn man die Ampel etwas im voraussehen kann, kann man das tempo entsprechend anpassen. Klappt halt nicht immer, da muss ich noch üben.

  5. Laufhannes sagt:

    Bei mir heißt das dann einfach meist: Hier läufst du nicht rüber – dann gibt es eben einen anderen Weg 🙂

    Und notfalls dann doch locker hin und her traben – dabei werden die Beine nicht so wackelig, und wie es aussieht, ist mir doch egal.

    1. -timekiller- sagt:

      Das wäre mal eine interessante Route durch die Stadt, nur da entlang laufen wo’s grün ist… Wo ich da wohl rauskomme?

  6. Pierle sagt:

    Ich komm mit Ampeln nur im Winter in Berührung, wenn ich im Dunkeln eine beleuchtete Strecke haben will. Dann steh ich einfach und warte – rumhoppeln tu ich also nicht 😉

    Aber wie gesagt: Da hab ich zum Glück nur selten Streß mit, weil ich direkt am Stadtrand wohne und direkt im Grünen bin.

    1. timekiller sagt:

      Na, den ein oder anderen von Euch beneide ich ja schon um Eure Laufreviere… Darum spare ich auch auf ein Häuschen im Grünen, aber bis es soweit ist (ca. in 20 Jahren), hänge ich hier an Ampeln rum 🙂

  7. Evchen sagt:

    Zu den Mottenrunden gehören die Ampeln einfach dazu. Irgendwo habe ich mal gelesen, daß es albern ist, an der Ampel weiter stehend zu trampeln und ständig hektisch auf die Uhr zu glotzen. Also habe ich mich natürlich für`s Coolsein entschieden und bleibe stehen. Wenn ich allerdings mit meiner Lieblingspsychopathin unterwegs bin (Obacht!) laufen wir etollkühn ein paar Meter weiter, huschen dann über die Straße, bauen eine Mini-Crosspassage ein und huschen weiter.

    1. timekiller sagt:

      „Mottenrunden“ darf ich mir den Begriff mal bei Gelegenheit auleihen?

      1. Evchen sagt:

        Die „Mottenrunde is ned geschützt und ich begrüßte es sehr, so ein Neologismus aus meiner Feder, Dein Wohlgefallen fände. :Ergo: jederzeit. 😀

  8. Henrik sagt:

    Kurz rechts oder links vor der roten Ampel abbiegen, 50 Meter laufen, blitzschnell umgedreht und schon ist die Ampel grün, wenn man wieder da ist!

    1. timekiller sagt:

      Das ist natürlich auch eine Variante, …eine Warteschleife einbauen, auch nicht schlecht.

  9. Evchen sagt:

    Oh man. Heute ist meine Rechtschreibung mal wieder… *augenroll*

  10. sarahemily sagt:

    Ich muss zugeben: diese Ampel-Rumhopser finde ich immer ein wenig zu übertrieben.

    Ich steh einfach da, warte auf das grüne Männchen, zupfe meist an meiner Klamotte rum und betrachte ab und zu Heinz was er so zwecks Puls meint.

    Und bei der Olympiaparkrunde darf ich mich eh nur mit einer Ampel rumschlagen (die ist aber meist gut besucht 😉 )

  11. Supermario72 sagt:

    Ampelphase na und!? Ich mache dann eine „Siegerpose“ nach der anderen und schreie laut durch die Gegend: „Jaaaa – Du schaffst das!“, „Gleich wird’s grün – jaaaaa – tschacka – dann geht’s voll weiter ….!“ – so’n Zeut eben. Das pusht ungemein! ;-D

    Nee – Quatsch – ich laufe einfach ein bisschen auf der Stelle weiter oder auch mal ein Stückchen locker zurück und dann wieder zur Ampel. Dabei darf man nur nicht zu weit zurück laufen, sonst kommt man gerade wieder bei ROT an. 😉

    Dehnen ist übrigens totaler Käse! Während der Belastung wird nicht gedehnt! Die Muskeln sind jetzt auf Anspannungsmodus und wollen nicht zwischendurch immer wieder gedehnt werden!

    Grüße aus Köln!
    Mario

    1. timekiller sagt:

      Na, das mit dem Dehnen während der Belastungsphase ist mal ein wertvoller Hinweis. Da ist sicherlich was dran.

  12. Chris sagt:

    eine einfache Frage! Ich bin zum Laufen da und nicht zum Rumstehen! Also entweder solange seitlich laufen, bis sich eine Lücke zeigt, oder umdrehen und über die grüne Ampel. Auf Verkehrsinseln laufe ich Kreise auf der Außenbahn. Peinlich ist mir nur, wenn ich in Laufsachen gehend die Straße überquere, weil ich zuvor noch Dehnen will.

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