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Sonntags hat der Familienrat beschlossen, in die Berge zu fahren. Spitzen Idee, haben sich wohl auch 90% aller Münchner gedacht, daher standen wir dann auch locker eine Stunde Richtung Tegernsee im Stau. Eigentlich wollten wir zur Erzherzog-Johann-Klause wandern, aber wie gesagt, wir sind nicht mal bis Tegernsee gekommen. Etwas entnervt (Papa, wann sind wir enlich daaaa…) bin ich dann zum Schliersee ausgewichen, und wir sind ganz schlicht um den See gelaufen.

Während meine Frauen den See dekorierten blickte ich sehnsüchtig den Läufern nach, ich war sogar auf die Walker neidisch, die sich etwas zügiger (als wir) um den See bewegten.

-Ich will auch-

Die Runde um den Schliersee hat ca 7,5 km, und eigentlich keine nennenswerten Steigungen. An der Südspitze des Sees stehen genügend Parkplätze zur Verfügung,  am Westufer führt der Weg direkt am See entlang, im Nord-Westen ist dann der Bahndamm der BOB dazwischen, aber man hat immer noch eine gute Sicht und die BOB fährt nicht zu oft.  Im Osten geht der Weg an der Uferpromenande von Schliersse, und dann an der Straße (Gehweg) entlang. Hier ist es Sonntags sehr voll, da ist eigentlich kein zügiges Laufen möglich, hier sollte man als Läufer lieber die Straßenseite wechseln, aber nicht von der Autokolonne überrollen lassen, die sich fortwährend durch den Ort schiebt (es ändert sich hier nur die Richtung, je nach Tageszeit) . Nach dem Ort führt wieder der Fussweg direkt am See entlang zum Ausgangspunkt.

Nachdem wir in 3! Stunden um den See gewackelt sind, stellten wir uns wieder in den Stau zurück nach München. Um 19:00 Uhr waren wir dann endlich wieder zuhause.

So, jetzt schlägt meine Stunde, ich wollte  ja noch einen langen Lauf machen…

„Aber Papa, du wolltest doch noch mit mir Lego-Spielen, du hast es mir versprochen“, krähte es aus dem Kinderzimmer, als ich mich gerade fertig machen wollte.

-Mist, dies Gör vergisst auch garnix..-

.- OK, OK, lass uns Lego spielen -.

Ich hab mir dann ein prima  Leichtathletikstadion gebaut,  da habe ich meine Legomännchen Intervalltraining auf der Bahn laufen lassen…

–  ja schneller,  das habe ich schon flotter gesehen,

…lauf Forrest lauf..

Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Familie,  am Samstag musste ich zum Tag der offenen Türe der Balettschule meiner Tochter, und das bei sonnigen bzw. föhnigen 20 C. -Heul-, ich will doch dieses Wochenende noch einen langen Lauf von mindesten 1:30h machen, das wären ja geradezu ideale Bedingungen… .

Und ich sitze hier bei den hüpfenden Flöhen fest. – Wobei, ich habe bei einer „Jetzt machen mal alle mit“- Stepptanz Übung festgestellt, dass der ein oder andere  Schritt gut die Waden und Schienbeinmuskulatur trainieren könnte.  Mal sehen, vielleicht nehme ich das in mein Kraft-Training auf.., bin gespannt was die Nachbarn dazu sagen werden, wenn es zukünftig bei uns klappert, klackert und  poltert.

Gegen 16:00 Uhr kam dann die ersehnte Erlösung bzw. Ablösung in Gestalt meiner Frau die Ihre Einkäufe erledigt hatte. Also nix wie nach hause und in die Kunstfaser gestopft, um noch ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen, bei meinem üblichen Lauf durch den Olympiapark. Ich war schon ein bisschen spät dran,  denn die Sonne verabschiedete sich bereits am Horizont. Da ich diese Woche noch kein „Berg-Training“ hatte, baute ich spontan einen Abstecher auf den Olympiaberg ein. Was ich nicht wusste ist, was dort für ein Auflauf bei Föhn herrscht. Unzählige Pärchen saßen eng umschlungen auf den Parkbänken bzw. blockierten knutschend den Trampelpfad neben dem groben Kopfsteinpflaster, der  zum Gipfel führt. Oben angekommen, gesellten sich zu den Pärchen noch die Fotografen (wahrscheinlich alles Singeles) mit ihren weit ausladenden Stativen, um die romantische Atmosphäre in Ihre digitalen Kästen einzusperren.

Aber ich gestehe, es war wirklich ein toller Anblick…Am Sonntag

Ich habe gestern abend noch schnell eine Tempoeinheit eingelegt, da ich die Tage davor nicht recht dazu gekommen bin. Am Dienstag war ich komplett fertig umgezogen, um dann festzustellen, dass mein Garmin 310XT komplett leer war??? Was ist denn das?  Am Wochenende hatte ich das Gerät doch erst aufgeladen? Spontane Akku Entleerung aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit im Bad, oder was? OK, ein 5km Tempolauf ohne Uhr geht irgendwie nicht, also Gerät aufladen… und solange noch ein paar Mails erledigen. Nach ca. einer Stunde möchte ich dann den nächsten Versuch starten, um dann festzustellen, dass es jetzt in strömen regnet. Dann eben heute kein Triaining.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, daher habe ich gestern noch einen Versuch gestartet. Lockere 3 km in den Olympiapark getrabt zum auwärmen, dann am Marathontor etwas gedehnt und den Puls runter gefahren. Anschließend bin ich 5 flotte km auf der vom MRRC abgemessenen Strecke durch den Olympiapark gewetzt.

23:48  für 5 km ist ein gutes Ergebnis für mich. Die 3 km zurück bin ich dann wieder locker (etwas eirig) ausgelaufen.

Heute Nacht gegen 4:00 Uhr hat mich dann der Sturm Carmen  geweckt, oder jedenfalls die Geräusche die da aus unserem Garten kamen, hm das hörte sich nicht gut an. Wie schlägt sich  wohl das  Gewächshaus (ein Zelt aus Plane und jeder Menge Stangen) in dem ich meine Pflänzchen überwintern wollte, bei dem Sturm?  In den letzten Jahren gabs da nie Probleme,  allerdings ist das Zelt momentan noch leer, da die Pflanzen noch draußen stehen. – Ach das hält, ist ja mit genug Steinplatten beschwert..-. Irgendwann bin ich dann doch aufgestanden, um nachzusehen. Barfuß und mit Boxershorts und Finisher-Shirt bekleidet bin ich in den Garten um festzustellen, dass das Zelt nicht mehr da war. Aber wo ist es hin? In der Wiese, etwa 5 Meter vom ursprünglichen Standort entfernt liegen die Steinplatten, die das Zelt eigentlich beschweren sollten, aber vom Zelt, außer drei einsamen Stangen, ist nix zu sehen. Langsam wirds kalt an den Füßen, also zurück ins Wohnizmmmer und fluchs in die Laufschuhe geschlüpft die noch vor dem Sofa stehen, und zurück in den Garten um das Zelt zu suchen, schließlich kann das Zelt mit seinem Stangengerippe doch einiges an Schaden anrichten, nicht dass das Zelt gerade über den Stadtpanzer meines Nachbarn herfällt. Also wieder zurück in den Garten und in die umliegenden Gärten gelinst, aber vom Zelt keine Spur. Etwas entfernt höre ich in den Sturmpausen etwas Flattern, ich laufe ums Haus und sehe gerad noch wie das Zelt am Ende der Einfahrt zur timekiller-Ranch von einer Sturmböhe auf die Straße hinausgeweht wird. Direkt auf des Nachbarn Cayenne zu… . Nix wie hinterher, OK, nach der Tempoeinheit war das nicht ganz  so spritzig, aber  in einem fulminanten Endspurt warf ich mich unter klapperndem Getöse auf das blähende Ungetüm, noch bevor es auf die Luxuskarosse krachen konnte. Puh! So, jetzt schnell weg, bevor die Nachbarn wach werden, wenn sie das bei dem Lärm nicht ohnehin schon sind. In den Sturmpausen zerre ich das entlaufen Zelt zurück in den Garten und zerlege Waidgerecht im Garten. Die Plane und die nun etwas verbogenen Stangen stopfe ich ins Wohnzimmer und mich wieder zurück ins Bett, in dem sich mittlerweile meine Tocher M. breit gemacht hat, die bei dem Sturmgeheul nicht mehr schlafen konnte.

OK, nachdem ich das Zelt besiegt habe, werde ich auch den Kampf um die Decke gewinnen,  wobei mir hier ein Unentschieden genügt.

Ja, das ist er also, mein erster Post. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das überhaupt machen soll…

Habe ich dafür überhaupt Zeit?

Zeit ist ein ganz großes Thema bei mir, da ich davon irgendwie immer zu wenig habe, meistens verfügen andere über meine Zeit. Aber aus genau diesem Grund bin ich zum Laufen gekommen, weil ich mal ein bisschen Zeit für mich gebraucht habe.

Ich werde mich nun bemühen, immer ein bisschen Zeit für den Blog abzuknapsen, damit das hier nicht eine der vielen Blogruinen wird…

Viel Spaß

Euer Timekiller