Posts by -timekiller-

Weihnachten ging‘s wieder mit der Familie nach Oldenburg. Mein Aufruf, vor Weihnachten nicht mehr die Welt retten zu wollen, fruchtete bei mir selbst nicht so ganz, so kamen wir Freitag abends erst gegen sieben Uhr los, schließlich musste ich ja auch noch nach der Arbeit eine Runde im Park drehen, um für die Fahrt die nötige Frische zu tanken.

In bester –timekiller- Manier brackerte ich dann in knapp 6 Stunden die 800 km nach Oldenburg. Blöderweise wird meine Fahrt wohl in der „Flensburg Challenge“ gewertet. In regelmäßigen Abständen nehme ich seit Jahren, an diesem Wettbewerb teil. Früher in den  unterschiedlichsten Disziplinen,  in den letzten  Jahren jedoch nur noch auf der Langstrecke.  Möglicherweise werden meine Bemühungen endlich belohnt und ich darf in 2012 zur Belohnung, mehr laufen als mir lieb ist. Naja, fürs neue Jahr habe ich mir ja ohnehin vorgenommen wieder etwas mehr zu laufen.  Als Entschuldigung möchte ich anfügen,  dass ich für den 24.12. einen engen Zeitplan hatte, da konnte ich unmöglich  bis Mittags im Bett liegen bleiben. Samstag Vormittag, also am Heiligenmorgen, wollte ich mir noch für Weihnachten mein (norddeutsches) Lieblingsbier besorgen. Das Kräusen Pils von Haake Beck, -ein naturtrübes Pils-. Wie ich in der Getränkehandlung nach längerem Suchen nicht fündig wurde und nachfragte, ob denn kein Kräusen mehr da sei, meinte das Fachpersonal nur trocken: Kräusen? In der Flasche? Nee, das wird ja schon seit mindestens 3 Jahren nur noch in Fässern produziert? Aha, dann eben ein Jever. Ich frage mich nur aus welchen Beständen mein Schwiegervater mich im letzten Jahr noch beglückt hat?

Als weiterer Programmpunkt stand mein Lauf mit Volker dem Deichläufer auf dem Programm. Und den Lauf wollte ich nun wirklich nicht verpassen, da konnte auch der ungewöhnliche Termin am 24.12. nix dran ändern. Meine Frau war zwar etwas verwundert dass ich am Heiligennachmittag noch unbedingt einen Läufer aus dem Internet in Oldenburg treffen muss, aber meine Frau ist ja Kummer gewohnt.

Wie ich kurz nach halb zwei mit dem Auto aufbrach, schien noch die Sonne und ich freute mich auf einen schönen Lauf. Während der zwanzig minütigen Fahrt nach Oldenburg verdunkelte sich jedoch der Himmel immer mehr und kurz von zwei schüttete es aus Kübeln. -Na, Prima, den Lauf können wir uns ja von der Backe putzen…-

Doch Punkt Zwei hört der Regen auf und der Himmel reißt wieder auf. Na, wenn das kein Zeichen ist. Wenn wir Glück haben, bleiben wir heute sogar trocken.  Doch es sollte anders kommen…

Ich hole Volker ab, gemeinsam ziehen wir los und sind von Anfang an tief ins Gespräch vertieft. Es ist schon sehr erstaunlich, ich habe diesen Menschen noch nie gesehen, und trotzdem ist man sich von Anfang an vertraut, es ist als ob man einen alten Freund treffen würde.

Volker zeigt mir sein Revier, es geht zu den Bornhorster Wiesen. Nach ca. 7 km sagt Volker plötzlich, „Oha, das hab ich so ja noch nie gesehen, da läuft ja die Hunte über den Deich, da müssten wir eigentlich lang. Kurz darauf  endet unser  Weg an einem See.

Alle Bilder sind von Volker, weitere tolle Bilder zu dem Lauf gibts direkt seinem Blog

„Ich laufe da sonst immer durch, wenn es da so ein bisschen über den Deich suppt.“ sagt Volker. Zweifelnd prüfe ich die Wassertiefe und die Temperatur. -Naja, ich würde dann mal die Schuhe ausziehen, die bekomme ich sonst in den nächsten Tagen nicht mehr trocken-. Bei der tiefstehenden Sonne ist nicht auszumachen wieweit der Weg überflutet ist, in der Mitte des Deiches steht ein Radfahrer und macht Fotos.

Volker zeigt sich solidarisch und zieht auch die Schuhe aus. Ich kremple noch die Hosen hoch und stampfe dann vorsichtig ins Nass.

-timekiller- geht übers Wasser

–KALT-, mein Atem stockt,  tapfer stapfe ich weiter, Volker plantscht munter neben mir, und meint,  „Ach, ist ja gar nicht so kalt“. Nun, was will man von einem erwarten, der bei Wind und Wetter mit der kurzen Tight unterwegs ist. Noch unangenehmer ist aber der grobe Asphalt der unsere zarten Sohlen malträtiert.

...und der fuhr drüber.

Ich schaue dass ich Land gewinne, während Volker noch mehrere Fotostopps einbaut, Ihm scheint die Kälte überhaupt nix auszumachen, -sind schon harte Jungs diese Niedersachsen-.  An der tiefsten Stelle geht mir das Wasser bis weit über den Knöchel, mittlerweile haben wir den Radfahrer erreicht, der mit hochgezogenen Füßen an einem Weidepfosten lehnt. Er blickt uns zweifelnd an, wie wir barfuß, mit den Schuhen in der Hand, über den Deich gerudert kommen.

Von hier aus ist  zu sehen, dass der Weg auf einem wesentlich längeren Stück überflutet ist als ursprünglich angenommen. Naja, umdrehen wäre jetzt auch doof, so waten wir gut 500 Meter durch die Hunte und können dann endlich wieder unsere nassen Eisbeine in die wärmenden Socken stopfen und wieder in die bequemen Schuhe schlüpfen.

-Ahhhh, tut das gut-

Nach kurzer Zeit habe ich das Gefühl man hat mir kochendes Wasser in den Schuh gekippt.  Meine Eisbeine verwandeln sich zu Grillhaxen, die Füße glühen, und die Sohlen erst…!!!

Wir setzen unsere Runde durch eine  atemberaubende Landschaft fort. Das schöne, neben der Landschaft, die in Norddeutschland ja eher flach ausfällt, ist  der unendlich weite Horizont mit seinen gigantischen Wolken.

Wir erreichen nach 15 km wieder unseren Ausgangspunkt. Ich bin erstaunt, wie schnell die gut eineinhalb Stunden verflogen sind. Ich hätte noch ewig weiter laufen können, das war wirklich ein toller Lauf, Volker!

Da es noch so viel zu erzählen gibt, verabredeten wir uns am zweiten Weihnachtsfeiertag für einen weiteren gemeinsamen Lauf, vorausgesetzt  eine Lungenentzündung bliebt uns erspart.

Da ich die Woche vor Weihnachten nicht zum Laufen gekommen bin, wollte ich wenigstens bis Silvester regelmäßig laufen, so zog ich auch am ersten Feiertag los.  Ein schöner Lauf über 13 km bei fast frühlingshaften Temperaturen sprang dabei heraus.

Montag früh holte mich dann Volker zu unserem zweiten Lauf ab. Meine Frau war sichtlich erleichtert, dass meine Internet Bekanntschaft tatsächlich existiert und dann auch noch männlich ist. Weitere 11 km sind wir dann gemeinsam gelaufen, und sind diesmal auch komplett trocken geblieben, wir mussten lediglich im Wald etwas um die Pfützen herum hopsen.

Dienstags bin ich dann, nach einer ausgedehnten Shoppingtour in Oldenburg (inkl. zwei große Kräusen im Strohhalm,  um meine Shoppinglaune  anzufachen) noch 8 km in der Dunkelheit gelaufen. Da musste ich feststellen, dass es auf dem Land abends dann doch so richtig dunkel wird. Um auf den Radwegen zwischen Wardenburg  und Littel nicht übersehen zu werden habe ich mir zur Sicherheit mal lieber die Notfallweste aus meinem Auto übergeworfen. -tres chick-

Mittwochs ging‘s dann bei Helligkeit entlang der Lethe nach Wardenburg, durch den Ort hindurch, über den Tillyhügel (ein 11 Meter hoher Sandhaufen) und dann um den angrenzenden Tilly See herum.

Wie das bei mir so üblich ist, stand ich plötzlich vor einem Gatter, das mir den Weg versperrte. Ich dachte mir nix groß dabei und bin drübergestiegen und habe meinen Weg um den See auf dem Huntedeich fortgesetzt. Wenig später erschloss sich mir jedoch die Sinnhaftigkeit des Gatters. Ich befand mich  mitten auf einer Schafweide. Na jetzt wird’s spannend, wie die Kollegen auf den neuen Artgenossen reagieren. Ich drosselte mein Tempo, um die Tiere nicht zu erschrecken, schließlich hatte ich keine Lust so ein Wollknäuel aus dem Bach zu fischen. Vorsichtig bahne ich mir den Weg durch die blökende Schaar.  Ich erreiche das nächste Gatter, ohne dass ich vom Schäfer bzw. dessen Schäferhund gestellt werde. Wie ich gerade über das Gatter steige kommt ausgerechnet in dem Moment eine Joggerin des Weges. Hier prangt auch ein großes Schild, dass man bei Weidebetrieb den Deich nicht betreten soll. –Peinlich, Peinlich-  Gut, dass ich heute das „Running-Twin Cap“ aus der Florena Adventsabenteuerkiste trug und nicht das „-timekiller- T-Shirt“, -Höhö-.

Ich spiele die „ich-bin-nicht-von-hier“ Karte aus, und frage in breitestem Schwäbisch, wie es zurück nach Wardenburg geht. Na, wenn das nicht über meinen Fauxpas hinwegtäuscht, dann weiß ich auch nicht.

Es funktionierte, nachdem ich mein Anliegen ins Hochdeutsch übersetzte, liefen  wir ein Stück gemeinsam und unterhielten uns ganz nett, nach gut einem Kilometer trennen sich aber unsere Wege schon wieder, die Dame weist mir den Weg nach Wardenburg, und biegt selbst  Richtung  Oldenburg ab.

Abends ging es dann wieder zurück nach München. Diesmal vorschriftsmäßig mit 80km/h durch die unzähligen Baustellen.-schnarch-

Mein Vorhaben, bis Silvester täglich zu laufen konnte ich dann leider doch nicht durchziehen, und so beendete ich nach 6 Tagen meinen Weihnachtsstreak. Durch die Lauferei der vergangen Tage mit rund 80 km habe ich mir wohl links einen Fersensporn zugezogen. Deshalb schonte ich mich am Donnerstag und  bin am Freitag lieber mit der Kleinen zum Skifahren gefahren.

Den Silvesterlauf  ließ ich dann auch sausen. Ursprünglich wollte ich ja in Rastatt beim RSG-Ried an den Start gehen.  OK, ist jetzt nicht unmittelbar in der Nähe des Olympiaparks, wo ich ja sonst meine Läufe zu bestreiten pflege 😉 aber die Gattin wünschte dieses Jahr  Silvester bei Freundin in der Nähe von Kehl zu verbringen, so mussten halt  Alternativen her (Danke der Regenrennerin Anja für den Tipp).  Da aber die Strecke von Offenburg bis Rastatt derzeit praktisch eine 60 kilometerlange Baustelle  ist, ließ ich den Lauf dann doch sausen. Ich hatte nach meiner Tour de Deutschland einfach keinen Bock mehr auf Autofahren.  Ich bin dann stattdessen am Samstag  20 km von Goldscheuer nach Straßburg  und zurück gelaufen. Und das auch nur um mein Jahrespensum von 1900 Kilometern voll zu bekommen. Ist das bescheuert?  Läufer machen sowas halt. Ich kanns nicht ändern.

Und bei  meinem letzten Lauf in 2011 wurde ich weder nass, noch kreuzten Tiere meinen Weg  und verlaufen habe ich mich auch nicht, wenn das mal kein gutes Zeichen für 2012 ist.

In diesem Sinne wünsche ich all meinen Lesern, meinen virtuellen sowie den realen Freunden und  Ex-Nachbarn ein verletzungsfreies Jahr 2012.

während die Blog-Kollegen schon den Jahresrückblick schreiben bin ich hier noch voll am rödeln. Unglaublich was dieses Jahr noch alles erledigt gehört.
Da die meisten, nächste Woche die Füße hochlegen, komprimiert sich alles in den letzten Tagen vor Weihnachten…

Daher mein Aufruf an alle, die jetzt noch arbeiten müssen:

GEHT NACH HAUSE,

Ihr wisst schon, das ist da, wo Euer Fernseher steht. Nein, ich meine nicht Eure Kneipe. Geht zu Euren Lieben und schaltet einfach mal einen Gang zurück.

Jetzt sofort!

Was jetzt nicht erledigt ist muss halt warten, nu is einfach mal Ruh…

Ruh is

Ruh is

Ich wünsche Euch allen, schöne und vor allem RUHIGE Weihnachten.

Euer

–timekiller–

Wer einen Läufer kennt, und diesen zu Weihnachten beschenken mag, tut sich oft schwer. Es gibt ja nix was ein ambitionierter Läufer nicht schon hat. Die Satteliten gestützte Pulsuhr gehört mittlerweile  zur Grundausstattung,  die hightec Klamotten verstopfen schon den Kleiderschrank und an Literatur mangelt es dem  Läufer ohnehin nicht.

Für diejenigen, die sich in Ihrem Geschenkedrang nicht bremsen lassen und  noch eins drauf setzen wollen, für die habe ich jetzt den ultimativen Geschenketipp:

Der Startnummern Locher

Der formschöne Einloch-Locher, ermöglicht durch seine  platzsparende „mobile“ Ausführung  auch das „Outdoorperforating“. Dieses präzisons Stanzgerät gehört in jede Wettkampfausrüstung.

Hier ein Auszug der Features:

  • Macht voll runde Löcher
  • wasserdicht
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  • ansprechende Farben
  • Vorratsbehälter für Siegesfeier-konfetti
  • Passend für alle gängigen Startnummernbänder
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Ist nicht im Handel erhältlich, sondern nur im –timekiller- SHOP

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15,00€ davon gehen direkt an die timekiller-Stiftung*.

Na? Merkt Ihr schon wie das „habenwill“ Gefühl langsam von Euch Besitz ergreift.

Also, jetzt schnell zugreifen, gleich hier im –timekiller- Online-Shop.

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* Mit dem Spendenerlös unterstützen wir die Aktion

„mit Zaster gegen Kopfsteinpflaster“

Damit wird der Gipfelweg zum Olympiaberg aspaltiert, bevor ich mir da noch nächtens die Haxen breche.

Normalerweise bleibe ich meinen Laufrevieren  treu,  die liegen alle vor der Haustüre, denn ich mag nicht extra das Auto bemühen, nur um eine Stunde laufen zu können. Am Donnerstagabend habe ich mal eine Ausnahme gemacht.

Die Running-Twins haben  sich auch von Florena-Anja umgarnen lassen und am Mittwoch  im Rahmen der Florena  Weihnachsaktion  eine „Abenteuer Adventskiste“  in München und Berlin versteckt.

Wie ich Donnerstagnachmittag während einer ruhigen Minute mal meine Laufblog-Favoriten abgeklappert habe, lese ich, dass die Kiste im Münchner Westpark wohl noch auf einen Finder wartet.

-Kannst ja zur Abwechslung auch mal im Westpark laufen, vielleicht findste ja was, schießt es mir durch den Kopf, nicht dass Henrik noch wegen Umweltverschmutzung belangt wird 😉 -.

So setzte ich mich um 21:00 Uhr ins Auto und fuhr zum Westpark. Henrik beschrieb den Weg zwar von der anderen Seite, aber da man an der Rudi-Sedlmayer Halle besser parken kann, wollte ich seine Route von hinten ablaufen.

An der Halle, begab ich mich gleich auf den Pfad, der auf den beschriebenen Höhenrücken führt. Der Pfad lag jedoch in absoluter Dunkelheit, sodaß ich zurück zum Auto bin, um noch eine Lampe zu holen, nicht dass ich mir wegen so einer albernen Kiste  noch die Haxen breche.  Was ich jedoch mit der Kiste anfangen sollte, wenn ich sie finden sollte, darüber hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht. Die Bilder im Internet lassen ja eher eine größere Kiste vermuten. 10 km mit einer Holzkiste unterm Arm ist dann  sicherlich kein Spaß, aber meine Sorge sollte unbegründet sein, denn schon, bei der ersten Sitzgruppe wurde ich fündig. Hinter einer Drahtbank, unter einem ungewönhlich hohen Laubhaufen lugte ein Eck einer Holzkiste hervor. –na also, kommt der timekiller auch noch in den Genuss der Männerkosmetica-.

Da ich vom Fundort sogar noch mein Auto sehe konnte, bin ich flux wieder umgedreht, habe die Kiste im Auto verstaut, und bin anschließend noch 10km kreuz und quer durch den Westpark gelaufen, dann allerdings auf beleuchteten Wegen. Das nächste mal dass ich hier laufen werde wird vermutlich im Frühjahr 2012 beim nächsten Westparklauf sein.

So, ich geh jetzt mal Duschen dazu werde ich natürlich das neue „Florena Duschgel mit BIO-Aloe Vera“ benutzen, danach werde ich mich  mit Hilfe des „Florena Sensitive Rasierschaums“ rasieren, und anschließend mein zerschnittenes Gesicht mit „Florena Sensitive After Shave Balsam“ pflegen. Die „LSF Anti Age Gesichtspflege Creme“ lasse ich mal lieber weg, sonst muss ich womöglich nächstes Jahr in der M30 Altersklasse starten. Die „Florena Handcreme mit Bio-Aloe Vera“ hat sich gleich meine Frau unter den Nagel gerissen, damit sie zarte Hände hat um den –timekiller- zu streicheln.

Die Süßigkeiten in der Kiste hat  meine Tochter kassiert, allerdings erst heute früh, gestern abend, als Vati um  22:30 Uhr von der Jagd kam, schlief sie natürlich schon.

Ach ja, bei meinem nächsten Lauf bin ich neu bemützt, und zwar mit  der neuen RunningTwins-LaufCap.

Euer Pfad- und Schatzfinder

–timekiller-

Beim Nikolauslauf am vergangenen Samstag bin ich angetreten um –timekiller- Geschichte zu schreiben. Nach meinem flotten Ritt durch den Olympiapark  bei der ZHS Crosslaufserie, habe ich mir durchaus Hoffnungen auf eine neue PB gemacht. Kann ich vielleicht sogar die magische 45 knacken? Mit einer durchschnittlichen Pace von 4:30 wäre das möglich. Beim Crosslauf konnte ich eine für mich sensationelle 4:31 vorweisen, und da war das Streckenprofil  etwas hügelig.

Jetzt muss bei solch einem Vorhaben halt alles stimmen, und da gehört auch die Vorbereitung dazu. Am Mittwoch stand noch ein Intervalltraining mit 7x500m auf dem Programm, Donnerstags wurde der Reigen der Weihnachtfeiern eröffnet und Freitag bin ich noch locker 7 km gelaufen, das Werkzeug muss ja geschmeidig bleiben.

Manchmal kollidieren jedoch meine sportlichen Ambitionen mit meinen beruflichen Verpflichtungen.

Da am Ende der Arbeitswoche noch so viel Arbeit übrig war, musste ich Samstagvormittags bis 14:00 Uhr arbeiten. So hatte ich überhaupt keine Zeit für meine prä-Wettkampf Zeremonie.

  • keine mentale Vorbereitung,
  • keine Wettkampfernährung zum Frühstück,
  • keine –timekiller- Spezialgetränke,
  • kein erhöhter Puls,
  • keine feuchten Hände,
  • keine Nervosität,
  • nix.

Statt dessen musste ich schauen, dass ich es überhaupt pünktlich zum Lauf schaffe. Kurz nach zwei habe ich mich in die Lauf-Montur geworfen und bin zum aufwärmen zur Olympiaschwimmhalle gelaufen. Auf dem Weg dorthin lauschte ich mal vorsichtig  in mich hinein. Doch die Beine melden Trägheit, die Schienbeine brennen, die Atmung ist flach, nur der Puls simuliert schon mal den Wettkampf . Gute Bedingungen sind was anderes.

–so, jetzt reißt Euch mal alle zusammen. Heute wird Geschichte geschrieben  und da brauche ich das ganze Team-

Das –timekiller-Team fand sich dann zwar pünktlich im Startbereich, auf dem weiträumigen Cubertin Platz, ein. Doch der Start verlief alles andere als optimal. Da ich einige Zeit bei der Startnummernausgabe vertrödelt hatte, ist mir nicht aufgefallen, dass der Startbereich bzw. die ersten 50 Meter nach dem Start, dieses Jahr leicht modifiziert wurden. Nicht wie sonst, ging es nach dem Start in südwestliche Richtung, sondern erst Richtung Süden, um dann, nach ca. 50 Metern scharf nach Westen hin abzubiegen.

...und ich ganz links hinten

Da auf einer sehr breiten Startlinie gestartet wurde, drängte das  Läuferfeld gleich nach dem Start komplett auf die rechte Seite, sodaß ich mir auf der Innenbahn, so ziemlich den blödesten Platz ausgesucht hatte.  –Geiler Start, alle rennen los nur ich stehe im Stau-

Als ich  nach einer gefühlten Ewigkeit dann auch die Engstelle passierte hatte, und  das Hauptfeld am Horizont verschwinden sah, versuchte ich mich wenigsten etwas frei zulaufen und etwas Boden gut zu machen. Den ersten Kilometer, der  in einem weiten Bogen hinunter zur BMW-Welt führt, mäandriere ich auf der Außenbahn dahin.  Trotz Stopp and Go, kann ich den ersten Kilometer noch mit 4:25 verbuchen. Nicht auszudenken, was ohne Stau und Slalom drin gewesen wäre. Die nachfolgenden Kilometer kann ich meinen 4:30 Schnitt noch grob halten, doch die Zeiten werden kontinuierlich langsamer. –Doch wieder zu schnell angegangen?- Nach der ersten 5km Runde liege ich mit knapp 23 Minuten schon nicht mehr im Soll. Die Sub 45 kann ich mir von der Backe putzen. Die PB kann jetzt nur noch der negativer Splitt retten. Aber das wird total hart. Das schafft man nicht mehr, wenn der Baum bereits am brennen ist und das Team auseinander fällt. Es fehlt heute einfach die Power.

-Schnell laufen tut echt weh, weshalb macht man sowas freiwillig?- Vielleicht sollte ich mich doch lieber auf die Langdistanz konzentrieren, wobei, lange Läufe sind ja auch nicht so mein Ding, vielleicht dann doch Nordic Walking?-

Das 9km Schild reißt mich aus den düsteren Gedanken. Die PB ist  dahin, das wird nix mehr, da müsste ich jetzt aufs Rad umsteigen. Aber ich will den Lauf mit Anstand zu Ende bringen,  Zeit für die –timekiller-Rakete. Ungeachtet des Anstiegs auf den ersten 500 Metern des letzten Kilometers, ziehe ich das Tempo wieder an.  Ich gebe nochmals alles, und kann so auf dem letzten Kilometer nochmals eine 4:20 liefern. Ich habe das Gefühl ins Ziel zu fliegen, das Zielvideo spricht allerdings eine andere Sprache.

46:14 min lautet das offizielle Ergebnis, damit habe ich meine PB um gut 30 Sekunden verpasst. Das sind gerade mal 3 Sekunden pro Kilometer. 3 Sekunden! Das ist doch nix !!!  Aber die fallen halt nicht vom Himmel, wenn man keinen konkreten Plan verfolgt.

Das wird sich ändern, aber erst in 2012.

folgender Wunschzettel fiel mir soeben aus einem Kinderstiefel entgegen…

Der folgende Post liegt jetzt schon seit einer Woche bei meinen Entwürfen rum und wird da nicht besser… Bevor nun, in den nächsten Wochen die halbe Laufbloggemeinde  im Wald versteckten Rasierschaum sucht, möchte ich noch meinen Post unterbringen, sonst liest das wieder keiner…

Wir drehen also die Zeit um genau eine Woche zurück…

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Bundesjugendspiele

Donnerstagnacht  3:30 Uhr, seit Stunden liege ich wach. Ruhelos  wälze mich im Bett herum, ich will schlafen… Morgen wird ein anstrengender Tag und ich will trotzdem früher von der Arbeit verduften, da ich vorhabe mein Weihnachtsgeld bei Skinfit zu investieren. Da gibt es am Donnerstag 15% auf die komplette Kollektion. Für das, was ich da spare, bekommt meine Frau was Hübsches zu  Weihnachten, vielleicht ein flottes Küchengerät, ich habe mir sagen lassen, Frauen werden total wild bei  praktischen Geschenken… -freu-

Aber ich bin GLOCKENWACH…  Was hat mich so aufgewühlt?

Heute waren wieder Bundesjugendspiele im Olympiapark, bzw. korrekter gesagt, der zweite Lauf der ZHS Crosslaufserie, und ich bin der Jugend mal wieder sprichwörtlich hinterher gelaufen.

Mittwochabend, die Arbeit hatte ein Einsehen, und schenkte mir einen pünktlichen Feierabend, so konnte ich  mich um 18:30 im ZHS Stadion im Olympiapark einfinden. Aus der letzten Saison,  weiß ich worauf ich mich beim  ZHS Crosslauf einlasse, das wird ein flotter Lauf durch den Olympiapark, da wird  auch der Olympiaberg  nicht ausgelassen, sonst wäre es ja kein Crosslauf ;-). Nach dem Teufelsberglauf, bei dem ich eher am abkacken war, müssen mal wieder ein paar Tempoeinheiten her, und TEMPO wird bei ZHS Crosslauf groß geschreiben.

Die 60  Teilnehmer beim heutigen Lauf setzen sich aus Sportstudenten, Läufer von der LG, Münchner Roadrunner (MRRC) und ein paar Gästen zusammen.  Ich bin Gast, und bin mir meiner Rolle durchaus bewusst. Ich nehme meine mir zugedachte Rolle sehr ernst und werde das hintere Läuferfeld verstärken  und schauen, dass die Zeitnehmer nicht zu lange auf mich warten müssen.

Pünktlich um 19:02 geht es los, wir bekommen noch den kurzen Hinweis, dass diesmal die Strecke von Lenny Kravitz  Konzertgängern gekreuzt wird.

Nach  300 Metern, ich befinde mich noch auf der Tartanbahn, bevor es über eine rutschige Wiese in den Olympiapark geht, beginnt mein Garmin am Handgelenk an zu vibrieren

– Das war doch noch kein Kilometer? –

Verflucht, da ist ja noch der Pulsalarm vom Wochenende programmiert, da ging es im REKOM Bereich gemütlich über  21 km.

Das Läuferfeld zieht sich schon bedenklich auseinander, da habe ich jetzt keine Zeit, an meiner Uhr rumzufummeln,  ich muss schauen, dass ich den Anschluß zumindest bis zur Parkharfe halte, sonst muss ich mir selbst den Weg durch den Besucherstrom bahnen. Den ersten Kilometer kann ich noch mithalten, dann treffen wir auf die Besucher. Die Lenny Fangemeinde scheint sich hauptsächlich aus Kettenrauchern zu rekrutieren, jedenfalls ist der komplette Besucherstrom dabei sein Nikotinhaushalt für die nächsten zwei Stunden auf Vordermann zu bringen und quarzt, als ob es kein Morgen gibt.  Wie ein dampfender  Lindwurm kriecht der Strom  die Hohlgasse hinterm Olympiastadion hoch.   Möglich, dass es an der Inversionswetterlage liegt, aber der Rauch zieht nicht ab. Man läuft förmlich durch einen Rauchschlauch.  –ein Laubfeuer ist ein Dreck dagegen.-  Der Sauerstoff wird knapp, -bei mir jedenfalls-, an meiner Kurzatmigkeit kann es ja nicht liegen, ich bin ja gerade erst losgelaufen.

Ab dem zweiten Kilometer kann ich mit meiner Gruppe nicht mehr mithalten und lasse sie ziehen. Fortan laufe ich ein einsames Rennen. Die erste Steigung erklimme ich alleine, vor mir im Nebel kann ich noch einen Läufer erkennen, hinter mir kommt nix mehr.  Es geht über den Sattel, und ich freue mich auf das kommende Gefälle, vielleicht kann ich ja wieder etwas aufschließen, aber da wird nix draus, die geben natürlich auch Gas.  Es ist fast wie im Training, ich laufe alleine meine Runde im Park, da  vibriert nur mein Garmin nicht so penetrant.

Ich bin am Wendepunkt angekommen, jetzt geht es nochmals über den Berg und dann auf gleichem Weg zurück ins ZHS Stadion. Ich habe keine Ahnung wie schnell ich unterwegs bin, da mein Garmin die letzten 20 Minuten fortwährend am Brummen ist, so verpasse ich ständig die Zwischenzeiten.  Ich mache mir eher Gedanken wie ich auf dem Rückweg durch die Konzertbesucher durchkomme soll, ich habe keinen Pacemaker, dem ich unauffällig  durchs Gewühl folgen könnte. Aber ich mache mir ganz umsonst Sorgen. Meine Pressatmung ist mittlerweile so laut das sich automatisch vor mir eine Gasse auftut.  Es ist fast wie damals als Mooses das Meer teilte, nur ich teile rasselnd und keuchend das Rauchermeer –hust-

Ab der Olympiahalle geht  nur noch bergab, jetzt könnte man den Endspurt einläuten, aber ich habe kein Brikett mehr im Feuer. Meine –timekiller- Rakete bleibt  heute im Hangar, ich lasse ausrollen. Ich kann nicht mehr.  Auf der Tartanbahn ziehe ich der Form halber nochmals ein bisschen an, vor den jungen Leuten mag man ja nicht als  Walker ins Ziel kommen.

Noch auf der Ziellinie bleibe ich stehen, genug gelaufen für heute. Ich drücke die Uhr ab. 5 Minuten später hört auch das Vibrieren am Arm auf, gerade noch rechtzeitig bevor der Arm abfällt.

Ja, doch 33:27 Minuten  für die 7.4 km sind bei einer Pace von 4:31 dann doch eine ganz ordentliche Tempoeinheit, da brauche ich mich ja nicht zu wundern weshalb ich so groggy bin.

Heute kann ich bestimmt gut schlafen…

Auf den Blogs die ich regelmäßig lese, tut sich momentan nicht viel. Klar, die spannenden Wettkämpfe sind vorbei, nun wird,  entweder  im Nebel rumgerannt, oder es wird irgend ein Brooks Produkt getestet.

–STÖHN–

Auf meiner Suche nach Frischfleisch bin ich auf den Blog von Laufknigge und Laufrotte gestoßen. Beide haben sich großes vorgenommen. Sie haben sich gegenseitig überredet und  für den Bonner Postbank Halbmarathon nächstes Frühjahr angemeldet und berichten nun abwechselnd in Ihrem Laufblog „Aus der Puste“ über Ihre Vorbereitung.

Das ist jetzt nix bahnbrechend neues, das haben die meisten von uns Amateurläufern auf ähnliche weise auch durchlebt, aber es ist doch  immer wieder schön zu lesen, vor allem wenn es so  amüsant aufbereitet ist.

Daher hier mein Lesebefehl…  <KLICK>

Vielleicht sollte man Läufe, die im Namen „Berg“ beinhalten, und dann auch noch mit „Teufel“ kombiniert werden, einfach meiden. Jedenfalls sind solche Läufe nicht geeignet um dort Bestzeiten aufzustellen. Eine PB hatte ich gar nicht im Visier, habe ich durch die langen Kanten der vergangen Monaten doch etwas an Spritzigkeit verloren, außerdem  befinde ich mich ja noch in der Regenerationsphase.  Aber eine Sub 50 auf die 10km sollten schon rausspringen, bin ja kein Anfänger mehr.

Der Teufelsberglauf ist einer der wenigen Läufe in der näheren Umgebung, der mir in meiner Lauf-Liste noch fehlt. Möchte ich doch erst die lokalen Läufe abklappern bevor es mich an ferne Gestade zieht, wie z.B. Berlin, oder gar New York. Eine  Teilnahme war also Pflicht, auch wenn die Vorbereitung mehr als mau war. Im Oktober hatte ich  mein Laufpensum deutlich reduziert und bin nur noch ca. zweimal pro Woche gelaufen, nicht dass ich faul war, nein, es war einfach nicht mehr Zeit für mehr. –OK, ein bisschen faul war ich auch-

Das Wetter versprach herrlich zu werden, und so bin ich am Sonntag früh um elf in die Aubinger Lohe nach Lochhausen gefahren. Wie immer, bei Veranstaltungen des ESV Neuaubing war alles bestens organisiert.  Nachdem ich meine Startnummer abgeholt habe, studierte ich erstmal den Streckenplan,  nicht dass ich mich hier im Forst verirre.  Der Hauptlauf geht über 3 Runden durch die Aubinger Lohe. An drei Stellen waren auf dem Plan Steigungen eingezeichnet. Aha! Welche der Steigungen dabei teuflisch ist, stand nicht dabei.

Abseits der Strecke lief ich mich ein bisschen warm und schaute immer wieder, ob ich vielleicht Henrik den rennenden Zwilling, oder Frank von trackmyrun.de sehe, die treten ja häufig auch bei solchen Läufen an. Heute jedoch wohl nicht.

Vor dem Start kam ich mit zwei „Sträflingen“ ins Gespräch. Beiden waren nicht wie alle anderen in Hightec Fasern gekleidet, sondern hatten robuste (schwarz-weiß gestreifte) Overalls an, zudem bemützt mit Kamera-Käppi.  Die Beiden waren etwas enttäuscht, dass man beim Teufesberglauf wohl nicht schwimmen muss, und man dieses Jahr auch nicht so richtig dreckig wird.  Die beiden treten mit  Vorliebe bei Läufen an, wo man so richtig rumsauen kann. Sowas wie der Strongmanrun? fragte ich. „Pah, das das ist viel zu kommerziell, da gibt es wesentlich bessere Läufe wie der „Braveheart“ oder „Cross de Luxe“, „Wolfsman Run“

…Bahnhof…  -???- …, noch nie davon gehört, aber gut, bevor ich ins Ultrageschäft einsteige, werde ich vielleicht auch mal so eine Sauerei ausprobieren. Hört sich jedenfalls nach viel Spaß an. Die Abenteuer von „Piff und Paff“ werden übrigens auf www.balla-balla.org veröffentlicht.

So genug geratscht, wir sind ja hier nicht beim Kaffeklatsch, die Startaufstellung formiert sich  bereits. Bei einem Starterfeld von 266 Läufern gibt es natürlich keine Netto Zeitnahme, also versuche ich mich im ersten Drittel dazu zu quetschen.

Jetzt habe ich mich doch etwas verquatscht, unmittelbar vor dem Start stelle ich fest, dass mein MP3 Player mal wieder leer ist. Ich ziehe das Kopfhörerkabel aus meiner Klamotte und wickle das ganze ums Gerät um alles in meiner „Steißtasche“ zu verstauen.

-Peng-

Während ich noch dastehe und mit dem Kabel rumwurstle, schiebt sich das Läuferfeld an mir vorbei. Ich stehe da wie ein Depp Fels in der Brandung, und sehe zu, dass ich schleunigst mit dem Tross mitschwimme. Die ersten hundert Meter sind unglaublich eng, nach zweihundert Meter kommt schon der erste Anstieg, der ist zwar kurz dafür aber umso steiler. Noch auf dem ersten Kilometer beginnt schon die nächste Steigung, diesmal weniger steil dafür umso länger. Den ersten Kilometer laufe ich in 5:06. Auch wenn ich zu Beginn blöde im Startbereich rumgestanden bin und es sehr eng war, hätte ich mich schneller eingeschätzt.  Meine Pulswerte sind bereits auf Zielspurt Niveau. Den zweiten Kilometer bin ich nicht arg viel schneller, schon wieder 5:06. Jetzt aber Gas geben. Den dritten Kilometer schaffe ich erstmals unter 5 Minuten. Allerdings geht es hier hauptsächlich den Berg runter. Die zweite Runde wird eingeläutet. Im Startbereich steht ein kleines Mädchen und zählt die Läufer, 176, 177, 178… -Oh Gott, ich bekomme hier die rote Laterne-

Kilometer 4 bleibe ich weiter dran aber die Steigungen werden nicht flacher. Die 5er Markierung passiere ich bei 24:50, noch ist also alles im Soll.  Mein Garmin piepst den Kilometer jedoch wesentlich später ab, bei 5:45/km, der Satellit hat hier im Wald offenbar Probleme mir zu folgen.  Aber es zeichnet sich ab, ich werde einbrechen. Kilometer 6, 7 und 8 laufe ich in einem guten Marathon Schnitt 5:20 – 5:30, aber für einen Zehner ist das zu lahm, da rettet auch die ungenaue Ortung nichts mehr.

Eingangs der letzten Runde zählt das Mädchen, 158, 159, 160… Ich kann mich nicht erinnern, dass ich auf der letzten Runde 18 Läufer kassiert hätte, eher umgekehrt. Ich bin völlig fertig. Meine Pulswerte sind im tief roten Bereich, die Steigungen hoch Schnaufe ich wie eine Dampflock. Leichtfüßige Läufer zeihen an mir vorbei, wenn mich gleich das Besenrad einholt steige ich aus…

Mit Ach und Krach schaffe ich die 3. Runde, eine Sub 50 ist nicht mehr drin, oder doch?  Auf den letzten Kilometer versuche ich nochmal Dampf zu machen. Ab jetzt überholt mich aber keiner mehr. Von hinten nähern sich Schritte. Ich erhöhe die Schrittfrequenz, und kann mich etwas von den Verfolgern absetzen. Erstaunlich was ich da nochmal mobilisieren kann. Ich kann noch ein paar Läufer einholen, und passiere bei 50:44 die Zielmatte. (Offiziell 50:49  (156. der Gesmatwertung ; das Mädchen lag gar nicht so verkehrt))

Sub 50 war hier und heute einfach nicht drin.

Mit 12 Stunden Arbeit, Bier und Kartoffel-Chips ist die Form eben schwer zu halten…

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Fazit: Der Teufelsberglauf ist nicht gerade ein Crosslauf, eher ein Waldlauf auf Schotter und Waldwegen. Das Höhenprofil ist wellig mit 44m Höhendifferenz pro Runde . Das Teilnehmerfeld ist durchaus ambitioniert, die Ergebnissse liegen zwischen 34 Minuten und 1 Stunde 10 Minuten. Wobei 54% aller Läufer unter 50 Minuten bleiben. Der Männer Anteil liegt bei 79 %. Die zahlenmäßig stärkste Altersgruppe ist M45 (18%) gefolgt von  M40 (16%). Auch wenn ich nicht zu den 54% zähle, eine Wiederholung im nächsten Jahr ist fest eingeplant.

Hach, toll so ne Mini-Statistik…