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Wie weit würde ich gehen? Die Frage stellte ich mir gestern Abend, als ich einen Beitrag im ZDF über Doping im Breitensport gesehen habe. Und vor allem wo fängt das Doping an? Im Grunde ist ja auch schon das hören von Musik während eines Wettkampfes eine Leistungssteigerung, und ist daher im Profibereich verboten.

Ich denke gegen eine Dose RedBull vor dem Start ist sicherlich nichts zu sagen, aber ich finde es hört bei sämtlichen Medikamenten wie Aspirin, Asthmaspray, und so Zeugs auf.

Ich möchte hier jetzt aber keine Diskussion über (erlaubtes) Doping vom Zaun brechen, denn ich denke meine Leser sind eh vernünftige Sportler. Ich wollte Euch nur auf den Link zur ZDF – Mediathek hineisen, für alle, die sich für das Thema interessieren und den Beitrag verpasst haben.

ZDF Zoom – 5.10.2011 – Die tägliche Dröhnung

Mein  Jahresereignis wirft seine Schatten voraus, ich bin schon total nervös und stelle jede Menge Überlegungen an.

Soll ich mit Trinkrucksack laufen, oder lieber doch nicht?

Wenn nein, wo packe ich all meine Gels hin? Wenn man den Angaben der Hersteller glauben darf, sollte man pro Stunde 3 Gels verzehren. Bei einer prognostizierten Zielzeit von über 4 Stunden wären das ja dann 12! Gels. Naja, vielleicht etwas viel, da braucht man ja einen Patronengurt.

-Ah, gute Idee-

Als alter Triathlet (hüstel) laufe ich ohnehin mit Startnummernband, (hauptsächlich aber deshalb, weil ich es Leid bin mir mit den Sicherheitsnadeln beim Befestigen der Nummer in den Bauch zu piksen). An den Gurt  könnte ich mir ja Laschen für die Gels dran nähen lassen. Zwölf Gels werde ich da nicht unterbringen, dazu müsste ich bis Sonntag noch etwas an Umfang zulege. Aber ich denke sechs Gels sollten auch langen.

Oder doch lieber mit Trinkrucksack laufen?  Dann quetsche ich die  Gels in die dazugehörige Tasche. Der Trinkrucksack hat zudem den entscheidenden Vorteil, dass ich während dem Laufen trinken kann, egal wann und wo (so lange eben was da ist).

Denn ich habe ein Problem, ich kann beim Laufen bzw. Gehen nicht aus Bechern trinken. Ich habe es oft versucht, das endet meist damit, dass ich anschließend mit Seitenstechen zu kämpfen habe und japsend am Wegesrand stehe. Daher bin ich bei Volksläufen dazu übergangen, weder beim 10km noch bei einem HM überhaupt etwas zu trinken. Beim MT werde ich aber unterwegs etwas zu mir nehmen müssen, da hilft nix. Bei meinen langen Läufen hatte ich mit dem Camelbac bisher noch keine Schwierigkeiten, auch wenn man an dem Schlauch ganz gehörig saugen muss.

Auf der anderen Seite, über 40 km einen „Höcker“ mitzuschleppen törnt mich jetzt auch nicht gerade an. Da ich jetzt nicht über ein Versorgungsteam verfüge, das mich während des MTs begleitet, und mir Trinkflaschen mit Nuckel reichen kann, muss ich mir wohl was anderes einfallen lassen.

Als Laufzubehör gibt es ja auch Trinkgurte mit zugehörigen kleinen Nuckelfläschchen, aber das Gebommel im Hüftbereich würde mich wahrscheinlich wahnsinnig machen, da kann ich ja dann auch gleich mit Trinkrucksack laufen, das wäre dann sogar angenehmer.

Die kleinste Form eines Trinkutensils wäre ein Trinkhalm, dafür sollte ich an meinem Gurt ja noch Platz haben. Oder noch viel besser an meinem Armgelenk Schlüsseltäschchen (da kommen  die GelChips  und Traubenzucker rein). –Hm!-

Jetzt habe ich  meine Frau solange genervt, bis sie mir tatsächlich entsprechende Laschen an mein Startnummernband und mein Gelenktäschchen genäht hat.

Das ganze musste natürlich noch getestet werden, nicht dass ich am Sonntag bereits kurz nach dem Start meinen gesamten Proviant verliere, und ich dann mit leeren Speichern da stehe.

Also bin ich am Samstag zu meinem letzen langen Lauf mit voller Wettkampfausrüstung angetreten.

Startnummernband mit Gel bestückt, ( Startnummer habe ich weggelassen), und mein Armtäschchen mit Trinkhalm.

So bin ich mit der U-Bahn in den Englischen Garten gefahren, und bin von dort nördlich durch die Isarauen Richtung Garching und zurück gelaufen. Die Strecke ist wunderschön, wobei, bei dem Wetter wäre selbst ein Lauf durch ein Industrierevier wunderschön gewesen, oder?

Über den Lauf an sich möchte ich den Mantel des Schweigens legen, als vergeigte Generalprobe war er sicher ein wertvoller Beitrag zu meiner Marathonvorbereitung. Das lag jedoch hauptsächlich daran, dass ich bereits hungrig loszog, und sich das Hungergefühl während der nächsten zweieinhalb Stunden auch nicht von Traubenzucker und Co in seine Schranken weisen lies. Der „Mann mit dem Hammer“ saß also schon gemeinsam mit mir in der U-Bahn, und hat mich anschließend bei meinem Lauf begleitet, um dann ab km 18 ordentlich mit dem Hammer zu schwingen.

So ein Training auf dem Hungerast, mag wertvoll sein, macht aber keinen Spaß.

Ja, ich weiß, ich muss meine Trainings besser vorbereiten, aber da ich am gesamten Wochenende (+Feiertag) arbeiten musste, hatte ich nur ein kleines Zeitfenster in dem ich überhaupt laufen konnte, da konnte ich mich nicht auch noch mit der rechtzeitigen Nahrungsaufnahme befassen.

Als Fazit muss ich sagen, dass meine Gels in den Schlaufen gut gehalten haben, und auch die Handhabung des Trinkhalms während des Laufens gut geklappt hat. Auch wenn ich das Trinken mit Halm aus einem Becher nicht testen konnte, so bin ich zuversichtlich, dass ich das hinbekomme.

Und sonst? Was bleibt für diese Woche? Noch 2 lockere Läufe, und dazwischen ordentlich Carboloading….

Während meine Frau fitnesstechnisch im Urlaub über sich hinaus zu wachsen schien, hing ich eher durch.

Ich habe es immerhin auf 3 Einheiten pro Woche geschafft, dann allerdings nur jeweils 9 km, da die Bucht in der wir residierten  genau 4,5 km lang war, und es dann quasi senkrecht den Berg hoch ging.  Angestachelt von den „Renn-Hennen“, die sich temperaturbedingt, bereits um 7:00 Uhr vor unserer Taverne trafen, um dann laut gackernd davon zu wackeln, versuchte ich es auch mal unter dem Motto: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Allerdings scheine ich als früher Vogel nicht viel zu taugen, dann bevor ich nicht mein „Frühstücksei“ gelegt habe, ist mein Organismus zu nichts zu gebrauchen.

Meinen ersten Versuch habe ich dann auch gegen aller Vernunft um 7:30 Uhr gestartet.  Völlig nüchtern (essenstechnisch, jedenfalls) zog ich los.  Etwa ab der Hälfte der Strecke nahm dann auch meine Verdauung Ihren Dienst auf,  so dass ich es dann etwas eiliger zurück hatte.

Die nächste Trainingseinheit begann ich dann  mit zwei Tassen Kaffee und einem Besuch in der Nasszelle. Für das eigentliche Training wird es  dann halt etwas später und erheblich wärmer, da bereut man dann jedes Bier des Vorabends, und ich hatte viel zu bereuen.

Der Clou meiner Trainingseinheiten war aber zweifelsohne das anschließende Bad am Nacktbadestrand. –Ahhhhhh- (hier galt dann das Motto: der nackte Vogel sucht das Würmchen)

Und was gibt es neues von der Walkingfront?  Die Front steht, und ist durchaus experimentierfreudig. Da wir von unseren 14 Tagen, 10 Tage heftigen Wind (Meltemi) hatten, und der Luftwiderstand für eine der Protagonistinnen eine nicht unerhebliche Behinderung darstellt, verlegte man das Walking kurzerhand ins Wasser. „Aqua-Jogging“ war angesagt, und  so kreuzten allmorgendlich die Frauen vor der Küste Kretas. Gut dass es im Mittelmeer keine Walfänger gibt…

Die Retourkutsche für meine Frotzeleien, habe ich dann auf dem Rückflug erhalten…

Meine Frau angelte sich aus dem Illustriertenangebot des Ferien-Fliegers, ausgerechnet die September Ausgabe der „Fit for Fun“ mit dem Titelthema „Marathon ohne Training“*. Sie überfliegt den Artikel kurz und meint nur, „Weshalb stellst Du Dich eigentlich so an?“

Wie stehe ich denn jetzt da?

Danke „Fit for Fun“. Musste das sein?

— — —

*Auch wenn in dem Artikel ausdrücklich davor gewarnt wird, ein Marathon ohne Vorbereitung zu laufen, so haben doch zwei der vier Probanden den Marathon in einer beachtlichen Zeit von 3:51 und 4:01 geschafft.  Das ist doch demotivierend…

-menno-

Das ist so ungerecht… meine Frau ist fremdgegangen, und das schon am dritten Urlaubstag. Ich bin mit den Nerven völlig am Ende. Ich überlege den Urlaub sofort abzubrechen. Wie konnte das geschehen, wir waren doch so ein super Team. Sie hat mir den Rücken frei gehalten, während ich meine Trainingseinheiten abgewickelt habe, und jetzt? Alles aus! Wir sind bereits in dem Stadium, in dem um Besitz gestritten wird.

Wie konnte das passieren?

Gudrun, weiblicher Teil unserer übergewichtigen Urlaubsbekanntschaft, erzählte beim Abendessen stolz, dass Sie durch Umstellung der Ernährung und etwas mehr Sport im letzten halben Jahr 8 kg abgenommen hat. Da ich, bei der Auswahl der georderten Speisen, keine signifikante Ernährungsumstellung ausmachen konnte, fragte ich hinterlistig, was Sie denn mit mehr „Sport“ meine, natürlich nur in der Absicht gleich meine Mörderlaufgeschichten vom Stapel lassen zu können, mit denen ich bei meiner Familie ja so überhaupt nicht punkten kann.

„Walken!“ war die Antwort.

Die Antwort war ja vorhersehbar, jeder der ein BMI jenseits von 30 hat, sieht Walken als Sport an. Was nicht vorhersehbar war, ist, dass sich meine Frau in das Gespräch einklinkte und reges Interesse bekundete.

„Ja? – Acht Kilo? Wirklich mit Walken? Da habe ich auch schon von gehört, ist das nicht das mit den Stöcken? Uund wie geht das, erzähl mal…“

So nahm das Übel seinen Lauf…
Das Ende vom Lied war, dass meine Frau das nun auch ausprobieren wollte, und sich gleich am nächsten Morgen mit Gudrun zum Walken verabredet hatte. Als Ausrüstung mussten natürlich die Hightec Klamotten des Gatten herhalten. Walken mit Wanderausrüstung, geht ja gar nicht, das sieht so unsportlich aus.

Ich habe mir extra den Wecker gestellt um den Aufbruch der „Walküren“ nicht zu verpassen. Um den Mangel an Stöcken zu kompensieren entschied man sich umso heftiger mit den Armen zu wackeln. Und so ruderten sie dem Sonnenaufgang entgegen…

90 Minuten (!)  später kehrte „Adiposita“ mit meiner Frau im Schlepptau von seinem Power-Trip zurück, den Marsch durch das kleine Fischerörtchen nutzte man noch um eine Familienpackung Baklava fürs Carboloading beim Bäcker als Belohnung zu besorgen.

So, und nun kommt mein Part, wo ich durch beharrliches Stänkern versuche meine Frau auf den rechten Weg des Ausdauersports zu bringen…

Ob das gelingt?

Falls nicht, kennt jemand einen guten Anwalt? 😉

tja, die Würfel sind gefallen… Die Winterspiele 2018 gehen nach Pyeongchang. Also nach Südkorea, dem heimlichen Mutterlandes des Wintersports. Wie hieß noch gleich der berühmte asiatische Skifahrer?

-???-

Ich komme nicht drauf, weil es keinen gibt! Und das gilt nicht nur für Südkorea, sondern für den gesamten asiatischen Raum. Oder?

OK, beim Eislaufen  können die Asiaten doch einige Erfolge aufweisen,  aber das ist ja auch was für Mädchen… sozusagen das Walking des Wintersports.

Na, ich will mal kein schlechter Verlierer sein. Das IOC wird sicher triftige Gründe gehabt haben, die Spiele nach Pyeongchang zu vergeben. Vielleicht hat das IOC aber auch nur Angst gehabt, dass bei einer erneuten Niederlage von Südkorea das Bewerbungsteam spätestens nächste Woche mit einer neuen Bewerbungsmappe für 2022 auf der Matte steht.  Schließlich lässt sich Südkorea ja nicht von einer Niederlage einschüchtern, sondern bewirbt sich munter weiter. Für 2018 war das nun schon der dritte Anlauf in Folge. Alleine das ist schon eine olympiareife Leistung. Prima! Ganz Toll. Was lehrt uns das? Niemals aufgeben…

Tja, und wir?

Ich sehe es mal positiv. In Garmisch kehrt wieder Ruhe ein, und  uns bleiben die Olympia Ruinen erspart. Da haben wir von 72 noch ein paar rumstehen. Ich erinnere da nur an das Radstation im Olympiapark. Unzählige Betreiber hat das schon in den Ruin getrieben, ich sag nur „Olympic-Spirit“! Jetzt wird das Gebäude als „Event-Arena“ betrieben. Aber außer der Erotik-Messe, die just während des Oktoberfestes dort stattfindet, zieht die Arena nicht wirklich viel Publikum bzw. Veranstaltungen an. Ach ja, die Marathonmesse ist ja auch noch dort und der Silvesterlauf natürlich, aber sonst…

Aber ich schweife ab, eigentlich wollte ich noch ein paar Bilder von einer weiteren Olympia Ruine von 72 zeigen, dem ehemaligen Olympiabahnhof.

Der Bahnhof wurde extra anlässlich der Sommer Olympiade 1972 gebaut und war dann ganze ZWEI Wochen in Betrieb. Danach wurde der Bahnhof nur noch sporadisch bei Fußballspielen angefahren, und wurde dann 1988 nach der Fußball EM stillgelegt.  Seit dem gammelt das Teil vor sich hin.

Keine Sorge, Schnee liegt in München keiner mehr, die Bilder sind vom Frühjahr. Das war aber kein Kunstschnee 😉

So, jetzt gehe ich zum Koreaner in der Nymphenburger Straße, vielleicht gibt es da ja heute Frei-Soju.

-Geon-bae!-

ich bin verletzt!

Nein, es sind nicht die Knie, die bei meinen Ausritt nach Starnberg etwas gelitten hatten. Das Knie hatte sich relativ schnell wieder beruhigt und ich konnte wie gewohnt meinen Trainingsplan verfolgen.

Es sind die Knöchel. Die sind geschwollen, und zwar beide! Ich sehe aus wie eine Adipöser mit Rechtsherzinsuffizienz  und ordentlich Wasser in den Beinen. Ich erspare Euch die Bilder von meinen Stampfern. (Es gibt nichts ekligeres, als  Bilder von geschwollenen Füßen).

Verletzungen sind  ja wie Urkunden in der  Ruhmeshalle des Trainings ,  jeder der ordentlich trainiert muss auch mal verletzt sein, irgendwas zwickt ja immer ;-)…

Aber bei mir ist es nicht mal eine richtige Läuferverletzung, jedenfalls nicht unmittelbar. Ich bin nicht etwa umgeknickt und habe mir dabei meine Bänder lädiert, nein, ich wurde gestochen, und zwar in BEIDE Knöchel.

Es ist unmittelbar nach dem Laufen passiert, als ich am Pfingstsonntagabend nach einem längeren Lauf, genüsslich im Garten noch eine Apfelschorle getrunken habe.

Mein Schweißdunst, muss auf die Mücken wie eine  Einladung zum Schlachtfest gewirkt haben, jedenfalls wurde ich ziemlich verzwiebelt, während die Anderen unbehelligt blieben.

Seit gestern Mittag pumpen sich nun meine Knöchel zu ungeahnter Dicke auf.  Und das juuuuuuuckt !!!

Über Nacht habe ich mit Essigumschlägen, Quarkpackungen und Zwiebelumschlägen versucht den Schaden im Zaum zu halten. Hat aber alles nichts gebracht, außer dass es jetzt in unserem Schlafzimmer nach Döner riecht.

Heute früh habe ich mir dann in der Apotheke eine Kortisonsalbe geholt. Aber ich befürchte, das  Training heute Abend muss ausfallen, ich passe einfach nicht in den Laufschuh.

Als ich Anfang des Jahres meine Lauftermine klar gemacht habe, fiel mir beim Duchblättern der Bayerischen Laufzeitung ein Event ins Auge:

der erste 24h Lauf im Münchner Olympiapark am1./2. Juni 2011.

Nicht dass ich daran teilnehmen wollte, oh Gott, nein! Aber ich wollte doch zumindest Zaungast sein, und die Läufer anfeuern. Gerade nachts wollte ich mich an die Strecke stellen, und die Läufer anfeuern. Auf einer 3,1 km Schleife sollte es  durch den Park gehen, und als  einer der Höhepunkte sollte  ein Abschnitt durch die BMW-Welt gehen. Das wollte ich mir unbedingt anschauen.

Als bei Miss Monster im März eine 24h Veranstaltung für ein Blogtreffen gesucht wurde, stellte ich zu meinem Erstaunen fest, dass der 24h Lauf in München abgesagt wurde ???

http://stdiut.blog.de/2010/03/11/absage-24h-lauf-muenchen-8159379/

http://www.mrrc.de/index.php?option=com_content&view=article&id=351:24h-lauf-in-muenchen&catid=29:laufen&Itemid=23

Schade eigentlich.

Wie ich jetzt gestern durch den Olympiapark geradelt bin, auf dem Weg in den Biergarten (war ja schließlich Vatertag), war ich bass erstaunt über die Veranstaltung die dort ablief.

Der 24h Lauf.

Und der Startschuss war schon vor über 19 Stunden gefallen… -Ahhh, ohne mich-

Scheinbar war ich nicht der Einzige der nix davon wusste, denn es waren kaum Zuschauer zugegen. OK, das Wetter war auch nicht so dolle, somit gab es auch kaum Tagesausflügler, die dem Treiben beigewohnt hätten.

Da ich verabredet war, nahm ich mir zumindest vor, zum Zieleinlauf im Ziel zu stehen um den Athleten meine Ehre zu erweisen.

Gegen 19:30 Uhr drängte ich dann die Familie zurück in den Olympiapark, denn Vati will ja noch jubeln. Im Zielbereich auf dem Coubertin Platz sammelten sich langsam die Teammitglieder und Stück für Stück liefen die 4er, 8er 12er Teams gesammelt ein. Einige Sololäufer drehten bis zum Abpfiff ihre Runden auf der kleinen „Strafrunde“.

Und ich muss sagen, das sah bei einigen nicht mehr gut aus, die 24 Stunden haben doch deutliche Spuren hinterlassen. Mit steifen Knieen, stoischem Blick tippelten die Läufer auf Ihrer Runde. Manche hatten ein irres Lächeln auf den Lippen. Wiederum andere liefen Ihre Runde so frisch als wären sie gerade erst gestartet. Was sind das für Tiere…

Um 20:00 Uhr war Schluss. Die Teams jubelten, die Sololäufer blieben stehen wo sie sich gerade befanden, und rissen die Hände empor.

Ich war überwältigt von den Emotionen, die den Läufern von den Gesichtern abzulesen waren.

„heulst du etwa?“ Stößt mich meine Frau an.

-Wer? Ich? Quatsch! –Räusper-

Ja, ich gebe es zu, ich hatte ein bisschen Pippi in den Augen, und mir tat es  in der Seele weh, wie wenig Beachtung diese Veranstaltung fand.  Da laufen die Recken VIERUNDZWANZIG STUNDEN, und keine SAU bekommt es mit.

Ich blieb noch bis zur Siegerehrung, und fand es Schade, dass nicht jeder der Sololäufer auf die Bühne durfte. Es hätte jeder verdient gehabt.

Sieger bei den Männern wurde übrigens Rainer Wollscheid mit 200,46 km und bei den Frauen gewann Carmen Hamm mit 165,462 km.

Meinen RESPEKT, haben aber alle Teilnehmer !!!

Ein paar Bilder gibt’s beim Veranstalter, der am Wochenende auch das 24h Mountain-Bike Rennen veranstaltet. Da ist dann  auch mehr los…

Unauffällig schlendere ich an der Bude vorbei, ist die Luft rein? Ich drehe um und sondiere die Umgebung. Es scheint mich niemand zu beobachten, soll ich? Ja, jetzt los, ich wage den Schritt, und stelle mich ganz unbeteiligt an der kurzen Schlange an. Als ich dran komme, raune ich dem etwas schmierigen Mann hinter dem Tresen leise meinen Wunsch zu, so leise, dass ich mich wiederholen muss. Ungläubig wiederholt er meinen Wunsch. Pssssst…, hinter mir wird gekichert. Der Mann  verdreht die Augen und macht sich widerwillig hinter der Theke zu schaffen. Ist der Wunsch wirklich so abwegig, leide ich unter Geschmacksentgleisung… endlich reicht mir der Mann meine Bestellung, eine

-Maß alkoholfreies Radler-

Ich zahle schnell, und versuche unerkannt im Gewühl des Biergartens unterzutauchen.

Ich bin im Hirschgarten mit Freunden verabredet, Münchens größtem Biergarten mit gut 8000 Sitzplätzen, hier wird das Biertrinken noch zelebriert und kultiviert. Eigentlich wollte ich heute noch laufen, aber mit ein zwei Maß intus würde das sicherlich nix mehr werden.

Trink halt a Radler, Du Depp!

Nö, das ist mir  a) zu süß und b) ist ja dann immer noch Alkohol drin, und Laufen und Alkohol gehen bei mir nicht recht zusammen.

So bin ich auf die abwegige Idee eines alkoholfreien Radlers gekommen. Durch das herbere alkoholfreie Bier (Clausthaler) schmeckt das Radler weniger süß. Eigentlich die einzige Möglichkeit „Clausthaler Alkoholfrei“ überhaupt trinken zu können.

Die Hersteller von alkoholfreiem Bier preisen ja gerne ihre Gebräue als Isotonische Sportgetränke an, aber stimmt das denn? Ist es ratsam, vor und nach dem Sport alkoholfreies Bier zu trinken?

Generell bin ich ja gerade auf der Suche nach dem richtigen Sportgetränk.

Letzten Herbst auf der Marathonmesse in München, habe ich die Produkte von Aktiv3 kennengelernt.  Am Stand von „Sanct Bernhard Sport“ hat mich der nett schwäbelnde Verkäufer schnell überzeugt die Produkte mal zu testen. Für meinen anstehenden Halbmarathon habe ich mir ein Starter-Kit anschwatzen lassen, das gleich am nächsten Tag auf  seine Tauglichkeit geprüft werden sollte.

Ich konnte jetzt zwar keine Leistungsexplosion feststellen, aber das wäre auch etwas zu viel verlangt gewesen. Da die Getränke und das Gel (Liquid Energy) schmackhaft waren und die Produkte im Ruf stehen, bekömmlich zu sein, da sie lactose-, fructose- und glutenfei sind, habe ich  schließlich 2 Dosen „ISOTON Energiedrink“ und 2 Dosen „REGENERATION Mineraldrink-Premium“ bestellt.

Fortan habe ich also vor jeder Einheit ein halben Liter Aktiv3 ISOTON  und nach dem Training  noch mal einen halben Liter Aktiv3 REGENERATION getankt. Den Rest meines leeren Tanks habe ich dann mit Mineralwasser wieder aufgefüllt.

Wie  jetzt im Frühjahr die Vorräte des Isotrinks zur Neige gingen, habe ich vor dem Laufen nur Wasser getrunken und danach ein alkoholfreies Erdinger und Wasser. Soweit so gut.

Was mir jedoch bei der Umstellung meines Trinkverhaltens auffiel ist, dass sich die Konsistenz meiner Verdauungsendprodukte wieder verfestigte. Litt ich doch in den letzten Wochen bzw. Monaten  unter latentem „Durchmarsch“. Ich habe das Ganze auf irgendeine Nahrungsmittel Unverträglichkeit geschoben und hatte auch die Taxofit Magnesium(350mg) Tabletten schon im Verdacht die ich jedoch bereits zum Jahreswechsel abgesetzt hatte.

Jetzt war ich doch baff, ob der schnellen Genesung meines Verdauungstracktes.

-???-

Hängt das wirklich zusammen? Hatte ich überdosiert? Zu häufige Anwendung? Eigentlich hatte ich mich an die Herstellerangaben gehalten, und 3-4 Trainings pro Woche sollten ja drin sein, schließlich richtet sich das Produkt an ambitionierte Amateure und Profis.

Bevor mich Sanct Bernhard nun mit einer Klagewelle überzieht und meinen Blog dicht macht, möchte ich festhalten, dass dies sicherlich nur eine persönliche Inkompatibilität mit einem der Bestandteile wie Maltodextrin, Saccharose, Zitronensäure, Trikaliumcitrat, Trimagnesiumcitrat, Niacin oder Calciumlactat ist, und andere Sportler damit womöglich überhaupt keine Probleme haben. Ich erwäge sogar,  Aktiv3 nochmals eine Chance zu geben und mich nochmals einem Test zu unterziehen, schließlich habe ich noch eine ganze Dose REGENERATION im Schrank stehen. Als Schwabe wirft man das teure Zeugs ja nicht weg. Wie lautet eine alte schwäbische Lebensphilosophie? „Lieber sich den Magen verrenken, als dem Wirt was schenken“

Dem letzten Triathlon-Magazin lag  eine Werbebroschüre von Aktiv3 bei, der ich entnehmen durfte, dass ISOTON nun in den Geschmacksrichtungen Pfirsich-Maracuja und Sauerkirsche angeboten wird. Weshalb wurde Granatapfel aus dem Programm genommen?  Na, an der Geschmacksrichtung wird’s ja nicht gelegen haben, oder doch?

Und,was trinke ich in der Zwischenzeit?

Mineralwasser ist OK, ist halt zum Carboloading nur bedingt geeignet. Zurück zur guten alten Apfelschorle?

Was trinkt Ihr VOR und NACH dem Sport?

Wasser, Apfelschorle, Sportgetränke, bleifreies Bier?

Ach, eigentlich wäre das doch ein tolles Thema für eine Blogparade

also los:

Blogparade – Sportgetränke

(bis 15.6.2011)

Regeln sollten ja bekannt sein, andernfalls hat Heiko Wache von Laufe Marathon das kürzlich erst schön  bei seiner Blogparade erklärt.

Der New York Marathon ist wohl das Mekka der Marathonläufer, jeder ambitionierte Läufer will irgendwann mal in seinem Leben in New York an den Start gehen. Jetzt ist das leider nicht so einfach, da, bei dem großen Andrang nicht jeder einen Startplatz bekommt und außerdem einiges an Kosten anfällt (Flug, Hotel, Startgebühr, Porto für Postkarten…).

Eddy, ein emsiger Läufer und Blogger aus Bremen wünscht sich nichts sehnlicher als bei der Veranstaltung dabei zu sein.

Als cleveres Nordlicht hat er auch eine Möglichkeit gefunden wie er für lau nach NY kommt. Allerdings benötigt er dazu unsere Hilfe. Die Hilfe von uns Lauf-Bloggern und Lauf-Blog-Lesern.

Helft Ihm dabei, wählt Eddy auf facebook.de/tigerbalmteam in das Tiger Balm Marathon Team.

(dort auf “Gefällt mir” klicken!)

Unter Voting: Hier abstimmen » Hier geht’s zu den Bewerbern ist Eddys Foto die Nr. 110.
(dort unter dem Foto auf “Gefällt mir” klicken. Es ist kein Button, sondern nur Text)

Weiter Infos findet Ihr direkt bei Eddy:

http://www.eduard-andrae.de/klick-mich-nach-new-york/

Wäre doch toll wenn die Lauf-Blog Gemeinde einen Läufer nach NY schicken könnte.

Ich jedenfalls, wünsche Eddy viel Erfolg dabei…

-Timekiller-Damit Ihr  Eddy auch schnell unter den Teilnehmern  findet, habe ich Ihn Euch mal in der Voransicht eingekreiselt, nicht dass noch der falsche Eddy mit unserer Hilfe nach NY fährt..

Heiko Wache von Laufe-Marathon hat eine Blogparade ins Leben gerufen, zu dessen Thema  ich mich auch gerne Äußere, damit hier auch  mal was vernünftiges (so hoffe ich) zu lesen ist.

Blogparade: Startgebühren für Laufveranstaltungen – zu hoch oder gerechtfertigt?

Im Grunde stellt sich die Frage für mich überhaupt nicht, ob Startgebühren zu hoch sind oder nicht, denn Startgebühren fallen ja nur an, wenn ich an einem Lauf teilnehme. Pflicht ist es nicht, jeder kann selbst entscheiden, ob ein Lauf das Startgeld wert ist oder nicht.

Unabhängig davon, sind die erhobenen Startgebühren gerechtfertigt?

Weshalb werden überhaupt Startgebühren erhoben? Schließlich ist doch Laufen ein so unglaublich günstiger Sport.  Mal abgesehen von dem 70€ Funktionsshirt, der 60€ Tight, den unzähligen Pülverchen und Gels, der Satelliten gestützten Pulsuhr  und den 200 € Tretern, von denen wir natürlich mindestens drei unterschiedliche Modelle im Schrank haben. Aber abgesehen davon, weshalb fürs Laufen zahlen, fragen wir uns?  Laufen bedeutet Freiheit. Laufen kann ich, wann immer und wo immer ich will.

Der Läufer ist im Grunde ein Einzelgänger, wie ein einsamer Wolf dreht er in Wald und Flur seine Runden, während seine Artgenossen weniger anstrengenderen  oder geselligeren Hobbys frönen.

Doch von Zeit zu Zeit sehnt sich auch der Läufer nach Gleichgesinnten, er möchte sich messen, oder braucht einfach ein Grund weshalb er überhaupt trainiert. Deshalb meldet er sich bei einem Laufevent an.

Die Laufveranstaltungen werden das ganze Jahr über für die unterschiedlichsten Distanzen angeboten.  Meist werden die Volksläufe von Sportvereinen organisiert, ein Heer von freiwilligen sorgt dafür dass alles reibungslos funktioniert. Die Startgebühren von 5€  – 15€  sind  moderat und dienen hauptsächlich dazu, die  Unkosten zu decken und etwas Geld in die leeren Vereinskassen zu spielen.  –da ist ja auch nix gegen zu sagen, oder?-

In der Regel stehen größere Veranstaltungen in der Kritik überteuert zu sein.

Größere Veranstaltungen und längere Distanzen werden meist von professionellen Veranstaltern ausgerichtet.  Dies liegt einfach daran, dass mit zunehmender Strecke und Teilnehmerzahl der Organisationsaufwand und die Kosten stark steigen. Das kann durch Ehrenamtliche alleine kaum bewältigt werden.

Als Kostenfaktor kommen hier neben Gebühren für Streckensperrungen,  Stadien/Hallenmiete, Zielverpflegung, Musik-PA, Bühnen, Rettungsdienst  noch Lohnkosten für das Organisations-Team hinzu.

Dass der München Marathon 69€ für Spätanmelder kostet (HM 45€) verwundert mich überhaupt nicht. Die Stadt sperrt ganze Staßenzüge ja nicht umsonst, und auch die Stadionmiete für das Olympiastadion sind beachtlich. Da finde ich, ist 70€ Startgebühr ein angemessener Preis. Der Preis wäre wahrscheinlich noch weit höher, würden die Veranstalter nicht mit zahlreichen Werbe Sponsoren zusammenarbeiten.

Neben diesen Großveranstaltungen gibt es noch Werbe Veranstaltungen die der öffentlichkeitswirksamen Außendarstellung der Veranstalter dienen, wie beispielsweise die  Läufe zahlreicher Krankenkassen DAK, Allianz, etc. oder Sportwarenhäuser.

Die Startgebühren der Krankenkassen-Läufe sind meist sehr gering und werden im Falle des KKH-Allianz Laufes zu 100% an wohltätigen Organisationen gespendet.  Leider bieten die  Veranstaltungen nur einen sehr geringen sportlichen Reiz, sind die Distanzen doch meist sehr überschaubar, und adressieren   eher den Gelegenheitsläufer.

Die Veranstaltungen der Sportwarenhäuser, z.B. die Sport Scheck Stadtläufe, sind da eine Ausnahme, zumindest in München. Das sind perfekt organisierte Großveranstaltungen mit einem tollen Flair, die selbstverständlich auch einen Werbezweck erfüllen. Daher sind sie ja auch im Vergleich zu den anderen Großveranstaltungen (s.o.) deutlich günstiger. 29€ (unrabatiert) finde ich für ein HM OK. Dafür bekomme ich sogar noch ein super Adidas Funktionshirt, von denen ich zwar schon 3 im Schrank habe, aber so ist das eben mit Jagdtrophäen, der Jäger beschwert sich ja auch nicht über ein zusätzliches Geweih an der Wand.

Wer damit ein Problem hat als orangener Werbebotschafter durch den Englischen Garten zu rennen, kann ja zuhause bleiben, es wird ja keiner gezwungen.

Was ich aber überhaupt nicht verstehe sind die Benefiz-Läufe. Da wird unter dem Motto eines guten Zweckes ein Lauf veranstaltet, und von den erhobenen Startgebühren, geht ein geringer Teil an eine wohltätige Organisation, oder an Opfer einer Naturkatastrophe, etc. Was soll das? Ich amüsiere mich und tue dabei noch etwas Gutes? Was ist das für eine Heuchelei. Wenn ich spenden möchte, dann muss ich dazu nicht erst durch den Park rennen. Ich möchte hier jetzt nicht alle Spendenläufe schlecht machen, da gibt es auch vernünftige Ansätze, aber das können wir ja mal bei einer anderen Blogparade klären.